Dioxin-Skandal - BZÖ-Huber: Berlakovich und Stöger sollen aufwachen!

Jährlich werden über 460.000 lebende Schweine aus Deutschland nach Österreich gebracht

Wien (OTS) - "Während der Dioxin-Skandal in Deutschland immer weitere Kreise zieht, wissen Berlakovich und Stöger von nichts; die beiden Minister sollen endlich aufwachen und ihre Aufgaben ernst nehmen", verlangt BZÖ-Agrarsprecher Abg. Gerhard Huber. In Anfragen an die beiden Minister will Huber Aufklärung, ob es Dioxin-Kontrollen in Österreich gibt und ob die österreichische Bevölkerung je gewarnt wurde.

"Jährlich werden über 460.000 lebende Schweine aus Deutschland nach Österreich gebracht, hier geschlachtet und erhalten dann einen österreichischen Fleischbeschaustempel", so Huber. Für ihn ist es unverständlich, dass sich sowohl der Landwirtschafts- als auch der Gesundheitsminister und die ihm unterstehende AGES offenbar einzig allein auf das Frühwarnsystem der Europäischen Kommission verlassen. "Schon beim Listerienskandal hat Stöger versagt. Es ist zu befürchten, dass auch beim Dioxinfleisch die nötige Sorgfalt fehlen wird", warnt Huber.

Vom Landwirtschaftsminister will Huber u.a. wissen, ob es Informationen über die ursprüngliche Herkunft der Tiere, die Verarbeitung und die Lieferketten aller möglichen betroffenen Produkte im aktuellen Dioxin-Skandal gibt. Weiters verlangt der BZÖ-Agrarsprecher klare Angaben, ob ausgeschlossen werden kann, dass Fleisch oder Verarbeitungsprodukte aus den Betrieben, die kontaminiertes Futtermittel bezogen haben, in den österreichischen Handel gelangt sind.

Von beiden Regierungsmitgliedern verlangt Huber Auskunft darüber, ob es einen Krisenplan gibt, sollte sich der Dioxin-Skandal auf Österreich ausweiten. Wie schon beim Listerienskandal vermisst Huber auch bei der neuerlichen möglichen Gefährdung der Österreicher klare und rechtzeitige Informationen durch Gesundheitsminister Stöger. Ob und wie informiert wurde ist deshalb ebenso Teil der Anfrage, wie die Frage, warum die AGES nicht angewiesen wurde, bundesweit Stichproben von möglicherweise verseuchtem Schweinefleisch, Geflügel, Eiern und Tierfutterprodukten durchzuführen.

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