Finanzminister Josef Pröll: Österreich will EU-Initiative zum Schutz verfolgter Christen

Bewerbung um Sitz im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen

Wien, 11. Jänner 2011 (ÖVP-PD) Vor dem Hintergrund terroristischer Anschläge gegen Christen in Ägypten und dem Irak warnt ÖVP-Bundesparteiobmann Finanzminister Josef Pröll vor "religiösen Säuberungen" im Nahen Osten: "Wir müssen derzeit erschreckende Angriffe auf christliche Gemeinden im Nahen Osten erleben und werden hier nicht tatenlos zuschauen. Wir werden uns dieser dramatischen Entwicklung entschieden entgegenstellen." Österreich fordere von der Hohen Vertreterin der EU für Außenpolitik, Catherine Ashton, eine effektive Strategie Europas. ÖVP-Außenminister Michael Spindelegger werde diese Forderung daher auf die Tagesordnung des kommenden EU-Außenministertreffens setzen lassen. "Gemeinsam mit unseren europäischen Partnern, allen voran Italien, Polen, Deutschland und Frankreich, wollen wir ein entschiedenes Auftreten Europas zum Schutz christlicher Gemeinden
im Nahen Osten erreichen", so Pröll weiter. ****

Nicht nur auf EU-Ebene, auch bei der derzeit laufenden
Bewerbung um einen Sitz im UNO-Menschenrechtsrat sind Christenverfolgung und Religionsfreiheit Schwerpunktthemen Österreichs. "Als Land, das auf eine große Tradition und Glaubwürdigkeit im Dialog der Kulturen und Religionen zurückblickt, wollen wir auch auf UN-Ebene eine Stimme für diejenigen sein, die sich für Religionsfreiheit engagieren. Der Schutz dieses elementaren Grundrechtes wird daher für uns oberste Priorität haben, sollten wir in dieses wichtige Gremium gewählt werden", so Finanzminister Pröll.

Rund 70 Prozent der Menschen, die wegen ihrer religiösen Einstellung verfolgt werden, sind Christen. Besonders dramatisch
ist die Situation in Nordkorea, wo rund 200.000 Menschen Angst vor politischer Verfolgung oder Lagergefangenschaft haben müssen. Ähnlich dramatisch stellt sich die die Situation in mehrheitlich islamischen Ländern wie Saudi-Arabien, dem Irak oder Nigeria dar, wo christliche Gottesdienste verboten sind und der Besitz von
Bibeln unter Strafe steht. Aber auch in unmittelbarer Nähe zu Europa ist Christenunterdrückung ein relevantes Thema. So hat die katholische Kirche in der Türkei bis heute keinen eigenen Rechtsstatus und die Priesterausbildung ist gesetzlich verboten.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0001