Wlodkowski: Schon wieder parteipolitische Angriffe der AK auf Bauern

Unwahrheiten verbreiten, um Anti-Bauern-Stimmung zu machen

Wien (OTS) - "Kaum hat das neue Jahr begonnen, gehen auch die parteipolitisch motivierten Angriffe auf die Bauern wieder los. Seit Monaten schürt die Arbeiterkammer eine Anti-Bauern-Kampagne, deren Ziel es ist, einen ganzen Berufsstand in der Öffentlichkeit schlecht zu machen. Diese Neid-Offensive scheut auch nicht vor Unwahrheiten zurück. Da werden den Bauern, die vom Sparpaket ohnehin doppelt betroffen sind, Vorteile angedichtet, die einfach erlogen sind. So zahlen sie die volle Mineralölsteuererhöhung, wie jeder andere Kraftfahrzeugnutzer auch, weil die Summe der Rückvergütung nicht erhöht wurde. Auch sind die Bauern im Sozialbereich einseitig mehr als andere Berufsgruppen belastet worden. Das weiß natürlich die AK. Doch aus parteipolitischen Gründen wird das Gegenteil behauptet. So ein Verhalten ist eines Sozialpartners nicht würdig", stellt Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, fest. Er verlangte ein Ende der dauernden aggressiven parteipolitischen Angriffe auf die Bauernfamilien: "Das haben sie nicht verdient", so Wlodkowski.

Fakten sehen anders aus

Als Konsumenten sind die Bauern so wie jeder andere Kraftfahrer auch von der Erhöhung der Mineralölsteuer betroffen. Aber auch auf die betriebliche Ebene schlägt die Erhöhung zur Gänze durch, da die Deckelung für die MÖST-Vergütung, die bisher voll ausgeschöpft war, nicht angehoben worden ist.

"In der Sozialversicherung kommen die Bauern überhaupt gesondert zum Handkuss", erläutert Wlodkowski. "Allein die Abschaffung des Bundesbeitrags zur bäuerlichen Unfallversicherung und die ausschließlich für Bauern geltende Erhöhung der Pensionsversicherungsbeiträge werden im Endausbau EUR 54 Mio. pro Jahr Mehrbelastung ausmachen", gibt der Präsident zu bedenken.

Auch der Vorwurf, "Betriebe mit 100 ha ertragreichem Ackerland" würden von der Pauschalierungs-Verordnung besonders profitieren, erweise sich als haltlos. Denn solche Betriebe hätten in der Regel Einheitswerte weit jenseits der Pauschalierungsgrenze und fielen sogar häufig in die Pflicht zur doppelten Buchführung. Dafür betrage die Einheitswertgrenze nach wie vor EUR 150.000,-. "Derartige Betriebe erwirtschaften jedoch oft nicht einmal ein Drittel des Umsatzes, der bei Gewerbebetrieben zur Buchführungspflicht führt", unterstreicht Wlodkowski.

"Die Erhöhung der Pauschalierungsgrenze ist notwendig geworden, weil landwirtschaftliche Betriebe für ein gleichbleibendes Ergebnis eine immer größere Fläche bewirtschaften müssen. Im Übrigen dürfte der AK entgangen sein, dass die Pauschalierungsverordnung in wesentlichen Punkten, wie gesonderte Abzugspositionen, auch Verschlechterungen für die Bauern gebracht hat", stellte der Präsident klar.

Darüber hinaus seien zwei Drittel der Bauern Nebenerwerbsbauern. Somit zahlten sie für alle Tätigkeiten ihre Steuern und die Abgaben für alle Sozialsysteme, obwohl sie Leistungen zum Teil nur einmal in Anspruch nehmen könnten.

Konsumenten: Masse oder Klasse?

"Wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen wird, entscheidet sich in den nächsten Monaten. Denn heuer wird die Basis für die Agrarpolitik nach 2013 gelegt. Je nachdem, ob sich jene durchsetzen, die die Gelder für die Bauern radikal kürzen wollen, wie die Arbeitnehmervertretung in Österreich, oder jene, die auch in Zukunft auf eine nachhaltige Landwirtschaft setzen, werden die Konsumenten in Zukunft Klasse oder Masse erhalten. Wer die Ausgleichszahlungen für die Bauern streicht, fördert nämlich die Industrialisierung der Landwirtschaft und forciert Importe aus Ländern ohne strenge Umwelt-oder Tierhaltungs-Vorschriften. Die Bauern wollen auch morgen und übermorgen die Wünsche der Verbraucher nach qualitätvoller Nahrung, attraktiver Erholungslandschaft, sauberer Energie und tausenden Arbeitsplätzen in den ländlichen Regionen erfüllen. Die ständigen Angriffe auf die Bauern gefährden jedoch das alles", warnt Wlodkowski.
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