AK bekämpft mit neuem Schwarzbuch Arbeitsrechtsverletzungen

Linz (OTS) - Viele Unternehmen verletzen das Arbeitsrecht. Das
zeigt die AK Oberösterreich mit dem Schwarzbuch Arbeitswelt auf, das sie zum dritten Mal herausgibt. Dabei geht es keineswegs darum, alle Unternehmen als Rechtsbrecher darzustellen. Angesichts der Zahlen und Fakten kann aber auch nicht von wenigen Ausnahmen die Rede sein.

"In der Wirtschaftskrise ist die Gangart der Unternehmen erneut härter geworden. Die Rechte der Beschäftigten wurden und werden häufig ignoriert. Umso wichtiger, dass die Arbeiterkammer diese Rechte wirksam und kostenlos schützt", betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Allein im Jahr 2010 haben die Arbeitsrechtsexpertinnen und -experten der AK Oberösterreich rund 235.000 Beratungen geleistet. Unter den Branchen waren Arbeitskräfteüberlassung, Gastronomie, Transport, Reinigung und Bauwirtschaft besonders stark vertreten.

"Oft lassen es Unternehmen auch bei eindeutigen Arbeitnehmeransprüchen auf einen Streit ankommen", sagt der AK-Präsident. Deshalb hat die AK Oberösterreich 2010 ihre Mitglieder in rund 18.500 Fällen kostenlos vertreten. Dabei konnte für die Beschäftigten eine Rekordsumme von 107 Millionen Euro erkämpft werden.

Diese Zahlen machen deutlich, dass viele Unternehmen geltende Gesetze und Verträge nicht immer einhalten. Das neue Schwarzbuch dokumentiert wieder eine Reihe aktueller Fälle. Sein Ziel ist die Bewusstseinsbildung. "Wer die Rechte von Beschäftigten verletzt, handelt verantwortungslos, weil er wirtschaftlich Abhängigen Schaden zufügt. Schaden, der manchmal sogar Existenzen gefährdet", stellt Kalliauer fest.

Bereits die beiden Schwarzbücher, die im Februar 2006 und im März 2008 erschienen sind, haben mit Hilfe der Medien eine breite Öffentlichkeit auf schwerwiegende Missstände in der Arbeitswelt aufmerksam gemacht. Das führte auch dazu, dass einige darin genannte Unternehmen Kontakt zur AK gesucht und die arbeitsrechtliche Situation verbessert haben. Andere Unternehmen - wie die Transportfirma Stadler in Peuerbach - scheinen leider auch in dieser Ausgabe wieder auf.

Das neue Schwarzbuch ist wie seine Vorgänger in zwei Teile gegliedert: Im ersten sind jene zehn Unternehmen aufgelistet, die während der letzten drei Jahre die Arbeitsrechtsexpertinnen und -experten der AK Oberösterreich am meisten beschäftigt haben. Im zweiten Teil werden 61 Fälle aus allen Teilen unseres Bundeslandes geschildert.

Der Volltext des neuen Schwarzbuches ist unter www.arbeiterkammer.com abrufbar.

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