FPÖ-Hofer: Pflegestrategie der Bundesregierung ist Schildbürgerstreich

Wien (OTS) - Als "Schildbürgerstreich", bezeichnete der freiheitliche Vizeparteiobmann NAbg. Norbert Hofer die Maßnahmen, die die Bundesregierung als Reaktion auf die steigende Zahl an Pflegegeldbeziehern setze. Im vergangenen Jahr sei der Kreis der Bezieher von Bundespflegegeld um 2,7 Prozent gestiegen. Darauf habe die Bundesregierung "reagiert", indem sie den Zugang zu den ersten beiden Pflegestufen erschwert habe, kritisierte Hofer, der darin eine Bankrotterklärung des Sozialministers sieht.

Da alle verfügbaren Prognosen und Statistiken darauf hinweisen würden, dass mit einem weiteren Anstieg an Pflegebedürftigen zu rechnen sei, könne diese "Strategie" auf Dauer nicht gut gehen, warnte Hofer. Es sei daher höchste Zeit für die überforderte rot-schwarze Bundesregierung, sich den Tatsachen zu stellen und geeignete Pflegekonzepte zu erarbeiten, forderte Hofer.

Derzeit sei es nur dem Umstand zu verdanken, dass der Großteil von Pflegeleistungen von Familienmitgliedern ausgeführt werde, dass das Pflegesystem nicht schon jetzt kollabiere, so Hofer, der sich hier klare Signale zur Unterstützung der häuslichen Pflege erwartet. Ein weiteres Problem liege darin, dass Österreich im Vergleich zu anderen Ländern relativ wenig Mittel in Langzeitpflege investiere und sich gleichzeitig die Kosten im Gesundheitssystem durch suboptimale Organisationsstrukturen mit rund 3 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich niederschlagen würden, so Hofer.

Es sei daher ein Gebot der Stunde, endlich die von allen namhaften Gesundheitsökonomen vorgeschlagene Finanzierung der Gesundheitsleistungen aus einem Topf sicherzustellen und die Kosten für überzählige Akutbetten zugunsten der Geriatrieversorgung und der Pflege umzuschichten, betonte Hofer.

In Österreich würden noch immer tausende pflegebedürftige Menschen in Akutbetten versorgt, weil die Strukturen für die Langzeitpflege und die Geriatrieversorgung unzureichend seien, so Hofer. "Das verursacht unnötig, zusätzliche Kosten, ohne den Betroffenen eine bessere Lebensqualität bieten zu können", kritisierte Hofer. Die FPÖ fordere die Bundesregierung daher dringend auf, die Gesundheitsreform nun endlich in Angriff zu nehmen. In diesem Zusammenhang verwies Hofer auch auf die freiheitliche "Pflegefibel", die bereits in dritter Auflage via Homepage www.norberthofer.at abrufbar ist.

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