Ein "Zivi" muss es richten (von Markus Kaufmann)

Klagenfurt (OTS) - Die Pläne des Ministers liegen noch gar nicht auf dem Tisch, schon rumort es in den Bundesländern. Die Frage ist, was wäre wenn die Wehrpflicht abgeschafft würde? Das heiße Eisen ist in dieser Diskussion aber nicht unbedingt die bewaffnete Truppe, sondern viel mehr der Zivildienst. Fällt dieser weg, hätten soziale Einrichtungen wie zum Beispiel das Rote Kreuz oder die Caritas ein massives Problem. Ihnen gingen wichtige Helfer verloren, die noch dazu zu einem Spottpreis arbeiten. Sofern der Staat nicht für Ersatz sorgt, würde das ganze soziale System in Österreich unweigerlich zusammenbrechen. Jene, die jetzt lauthals nach einem Aus für die Wehrpflicht rufen, sollten auch diese Gefahr berücksichtigen. Bei Verteidigungsminister Norbert Darabos dürfte diese Problematik aber in guten Händen sein. Er kennt sich aus, war er doch selbst ein Zivildiener.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
redaktion@ktz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI0001