ÖVP greift wichtige Vorschläge aus dem "30-Punkte Schulprogramm" des MKV auf

Kukacka: Durchlässigkeit ist Garantie, dass Bildungsentscheidung erst mit 14 Jahren getroffen werden muss

Wien (OTS) - Der MKV zeigt sich erfreut über das neue ÖVP Bildungsprogramm, weil sich darin wesentliche Vorschläge und Positionen finden, die der MKV bereits zu Pfingsten 2010 in seinem "30-Punkte Schulprogramm" formuliert und beschlossen hat. Damit habe sich der MKV als impulsgebender Vorreiter in der schulpolitischen Debatte erwiesen, stellte heute MKV Vorsitzender Mag. Helmut Kukacka fest.

Dies betreffe insbesondere die Forderung nach Weiterentwicklung der Hauptschulen zu flächendeckenden "Neuen Mittelschulen". Damit werden diese auch konkurrenzfähig zur Unterstufe der AHS gemacht und verkommen nicht weiter - wie dies derzeit in den städtischen Ballungszentren und vor allem in Wien der Fall ist - zu Restschulen aller leistungsschwachen Schüler. Die auch vom MKV vertretene Durchlässigkeit des Schulsystems stelle außerdem sicher, dass die bildungspolitische Entscheidung bis zum 14.Lebensjahr offen bleibe und jeder leistungsbereite und dafür geeignete Schüler in eine der verschiedenen Oberstufenformen (AHS-Oberstufenrealgymnasium, BHS, Lehre mit Maturaschule) übertreten und die Matura erreichen könne. Damit werde auch der Druck der Eltern geringer ihre Kinder unbedingt in die Unterstufe der AHS schicken zu wollen. "Die Durchlässigkeit dieses Systems führe damit auch das Argument der Gesamtschulbefürworter ad absurdum, dass die Bildungsentscheidung schon mit 10 Jahren getroffen werden müsse", stellte Kukacka fest. Mit Genugtuung nimmt der MKV zur Kenntnis, dass wie von uns gefordert das 8-jährige Gymnasium nunmehr im neuen ÖVP Schulprogramm festgeschrieben und außer Diskussion gestellt wird.

Das Gymnasium, das eine vertiefende Allgemeinbildung und eine fundierte Vorbereitung auf die universitäre Ausbildung gewährleistet, darf gegenüber der "Neuen Mittelschule" hinsichtlich seiner finanziellen Ressourcen und der Ausstattung mit Lehrkräften nicht benachteiligt werden, sondern muss finanziell und personell gleichartig behandelt werden.

Der MKV tritt auch für die Weiterentwicklung der AHS-Oberstufe mit individuellen Schwerpunktsetzungen und starker Schulautonomie und für die Schaffung von naturwissenschaftlich-technischen Gymnasien ein.

Der MKV wird sich auch weiterhin entschieden gegen die Nivellierung des Bildungssystems nach unten wenden, denn bestmögliche Bildung und Ausbildung muss vor allem auch auf individuelle Begabungen und Talente und deren Förderung ausgerichtet sein. "Ein objektiver Vergleich der Schulsysteme, insbesondere auch in der Bunderepublik Deutschland, hat gezeigt, dass die Gesamtschule keines ihrer Versprechen eingelöst hat, weder hat sie für Chancengleichheit gesorgt, noch das Leistungsniveau angehoben. Vielmehr liegen die deutschen Bundesländer mit verpflichtender Gesamtschule in den schulpolitischen Rankings hinter den Bundesländern mit differenzierten Schulsystemen", schloss Kukacka.

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