Ein Bilderbuchbeweis für reine Machtspiele (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 9. Jan. 2011

Klagenfurt (OTS) - Gerade die Zukunftswerkstatt Schule sollte zu wichtig genommen werden, als dass man sie zum Spielball politischer Muskelspiele verkommen lässt. Die Entwicklung der vergangenen Tage eignet sich jedoch perfekt dafür, zu beweisen, welchen Stellenwert inhaltliche Gesichtspunkte in diesem sensiblen Bereich gegenüber Machtinteressen haben - einen denkbar geringen. Für die ÖVP ist es opportun geworden, sich in Sachen Neue Mittelschule zu bewegen, genug, um am Blockiererimage zu sägen, aber bei Weitem zu wenig, um einen Durchbruch in der Bildungsdebatte zu begünstigen. Und auf einmal tun schwarze Länderchefs so, als hätte es das monatelange Kräftemessen um die Schulverwaltung nie gegeben. LH Pühringer betont, dass niemand in der ÖVP neun Bildungssysteme haben will - auf einmal. Welche hehren Motive kann man denn da hinter dem - inzwischen obsolet gewordenen - Pochen auf uneingeschränkte Kompetenzen der Länder vermuten? Jedenfalls keine, die dazu angetan sind, unser System weiterzuentwickeln.

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