FPÖ-Podgorschek: Österreich muss aus der Geiselhaft der ÖVP-Landeshauptleute befreit werden

Wien (OTS) - "Österreich muss aus der Geiselhaft der ÖVP-Landeshauptleute befreit werden", sagte heute der Oberösterreichsprecher der Freiheitlichen NAbg. Elmar Podgorschek, anlässlich des Auftrittes von Landeshauptmann Josef Pühringer in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast". Es könne nicht sein, dass notwendige Reformen ständig von Landeshäuptlingen vereitelt würden, beziehungsweise ständig der Schwanz mit dem Hund wedle, so Podgorschek, der darauf verwies, dass die Länder nicht der Nabel der Welt seien und diesbezügliches Schrebergartendenken in einem vereinten Europa unangebracht sei.

Auf der einen Seite nehme man gerne das Geld vom Bund, wie etwa bei den zu erwartenden Einnahmen aus der Bankenabgabe, auf der anderen Seite lasse man bundesweite Solidarität vermissen, wenn es etwa um die Finanzierung der Pflege gehe, so Podgorschek. "Nur kassieren und im Gegenzug dafür blockieren ist zu wenig", so Podgorschek, der auch von den Ländern Solidarität einmahnte.

Besonders deutlich werde die unsolidarische Haltung der Länder bei der Finanzierung des Gesundheitssystems, bei der ausgerechnet Oberösterreich den schwarzen Peter fest in der Hand halte, kritisierte Podgorschek, Aussagen Pühringers, wonach seine Lust Zahlungen an Wien zu leisten, enden wollend sei. Hier verschweige der Herr Landeshauptmann, dass die Überschüsse in erster Linie dadurch "erwirtschaftet" würden, weil Oberösterreich die geringste Facharztdichte aufweise und auf seiner medizinischen Landkarte noch immer weiße Flecken in speziellen Facharztbereichen aufzuweisen habe, so Podgorschek. Statt stolz darauf zu sein, dass Oberösterreich Nettozahler im Gesundheitssystem sei, wäre Pühringer besser beraten die vermeintlichen Überschüsse in eine ausreichende Facharztversorgung der Oberösterreicher zu stecken, so Podgorschek.

Es bleibe abzuwarten, so Podgorschek, ob sich der Worthülsen produzierende Landeshauptmann, jetzt da er Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz ist, endlich beim für die Oberösterreicher wichtigen Thema "Westring" durchsetzen könne. Wie er das mit einer wörtlichen "Kriegserklärung, nicht im kriegerischen Sinn" anstellen wolle, bleibe abzuwarten, so Podgorscheck, der Pühringer einen "Bauchfleck, nicht im sportlichen Sinn" prophezeit.

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