FPÖ-Neubauer: Bundesminister Stöger plant Anschlag auf geschulte Hundetrainer in Oberösterreich!

Hunderte verdienstvolle Ausbildner ihrer Existenz beraubt und zur Arbeitslosigkeit verurteilt!

Linz (OTS) - Wenn die von Bundesminister Stöger beabsichtigte "Verordnung hinsichtlich näherer Bestimmungen über die tierschutzkonforme Ausbildung und das Verhaltenstraining von Hunden" in dieser Form in Kraft treten sollte, wäre dies ein ausgemachter Skandal und eine Verpolitisierung der Ausbildung ersten Ranges", stellte heute der freiheitliche NAbg. Werner Neubauer fest.

"Lautstark haben Betroffene bei mir in den vergangenen Tagen ihrem Ärger über die beabsichtigten Änderungen freien Lauf gelassen und darauf hingewiesen, dass hunderte erfolgreich tätige Hundetrainer von BM Stöger ihrer Existenz beraubt und direkt in die Arbeitslosigkeit geschickt werden sollen, weil hinkünftig nur noch als Hundetrainer anerkannt wird, wer Mitglied beim ÖKV(SPÖ) oder ÖHU(ÖVP) ist," betonte Neubauer.

Neubauer hat sich deshalb mit den Vertretern diverser Organisationen besprochen und mit Juristen die Verordnungs-Vorlage inhaltlich prüfen lassen. Einheitlicher Tenor aller Fachexperten: Der Entwurf widerspricht einerseits der Gewerbeverordnung, da es sich bei HundetrainerInnen (wie auch immer die Bezeichnung lauten mag) um ein freies Gewerbe handelt, das mit Gewerbeschein ausgeübt wird, wozu kein Qualifikationsnachweis nötig ist. Was nicht heißen soll, dass eine Qualifizierung bei den "Hundeberufen" nicht vorhanden ist.

Andererseits kommt es zu einer Monopolisierung der angeführten Vereine, deren TrainerInnen - im Gegensatz zu den "freien" (nicht an Vereine gebundenen) HundetrainerInnen - per sofort eine Anerkennung erhalten sollen. Viele der gewerblich tätigen HundetrainerInnen bzw. VerhaltensberaterInnen haben eine hoch qualifizierte Ausbildung, die oftmals bei den Begründern der gewaltfreien, auf positiver Bestärkung basierenden Hundeerziehung, absolviert wurde. Sie haben Zeit, Geld und Mühe in diese Ausbildung und in die Gründung einer eigenen Hundeschule investiert. Freiwillige Fort- und Weiterbildungen sind für diese Personen selbstverständlich.

Gut arbeitende freie HundetrainerInnen legen großen Wert auf Kleingruppen, sie beachten die Unterschiede zwischen Welpenspielgruppen und Junghundegruppen, sie arbeiten tierschutzgerecht, und sie legen Wert darauf, dass die Hunde prinzipiell tierschutzgerecht behandelt werden. Leider wird auf vielen ÖKV Hundeplätzen auch heutzutage noch immer keine tierschutzgerechte Ausbildung praktiziert. Für Neubauer liegt die Vermutung nahe, dass die Einführung des "Hunde-Führerscheins" die Vorstufe der vorgelegten Verordnung war und in der Folge das Verbot der so genannten "Kampfhunde"(Listenhundeverbot) kommen soll.

Neubauer kündigte deshalb gemeinsam mit NAbg. Dr. Belakowitsch-Jenewein, in Zusammenarbeit mit zahlreichen Hundetrainern und Organisationen aus Oberösterreich, die Einbringung einer Petition an Nationalratspräsidentin Mag. Prammer, sowie eine parlamentarische Initiative zur Rettung der freien HundetrainerInnen an. "Ich halte eine Verordnung zur Qualitätssicherung der Ausbildung generell für richtig", sagte Neubauer. "Bei der Umsetzung ist jedoch eine Monopolisierung zu vermeiden und die Meinung von hochqualifizierten, tierschutzgerecht arbeitenden HundetrainerInnen und VerhaltensberaterInnen, wenn möglich eine Gleichstellung anzustreben", so Neubauer abschließend.

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