Neues Volksblatt: "Beginn" (von Franz Rohrhofer)

Ausgabe vom 8. Jänner 2011

Linz (OTS) - Die ÖVP hat mit ihrem nunmehrigen Konzept "Mittelschule kommt, Gymnasium bleibt" einen Kompromiss vorgelegt und damit einen Schritt in Richtung Koalitionspartner getan. Das war wichtig, denn die gesamte Schulreform steckt bis dato fest wie ein Schiff im Packeis. Erste Reaktionen der SPÖ deuten darauf hin, dass das "Eis" tatsächlich brechen könnte. Aber das kann nur der Beginn sein. Oder besser gesagt das Ende eines leidigen verbalen Eiertanzes und eines auf die Nerven gehenden ideologischen Hin und Her. Was jetzt beginnen muss, das ist eine echte inhaltliche Diskussion über die Schule von morgen für die Zehn- bis 14-Jährigen. Eine Diskussion ohne Tabus, ohne voreilige Festlegungen und ohne ideologische Scheuklappen. Eine Diskussion, die die bestmögliche Schule - will heißen: die bestmögliche Förderung - für unsere Kinder zum Ziel hat. Und die den 14-Jährigen die optimale Möglichkeit eröffnet, sich für ihre weitere Schul- oder Berufslaufbahn zu entscheiden. Wurscht, ob sie dann aus einer "Neuen Mittelschule", einem "Gymnasium" oder wie immer das Ding heißen mag, kommen. Darum, und nur darum geht es bei den hoffentlich bald erfolgenden konkreten Reformschritten. Dessen sollten sich alle Beteiligten bewusst sein.

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