Industrie: Versachlichung der Bildungsdiskussion dringend erforderlich

IV-GS Beyrer: Parteipolitik hat in Bildungsdiskussion nichts verloren - Brauchen Gesamtpaket, um Wettbewerbsfähigkeit nicht weiter zu gefährden

Wien (OTS/PdI) - Als "Beitrag zur Versachlichung der Bildungsdiskussion" bezeichnete der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer das heute, Freitag, vorgestellte Bildungsprogramm der ÖVP. Die Regierungsparteien seien mehr denn je gefordert, "in konstruktiven Gesprächen endlich zu dringend erforderlicher Bewegung im Bildungsbereich zu kommen. Klar ist, dass die Parteipolitik in der Bildungsdiskussion nichts verloren hat. Was wir brauchen ist ein Gesamtpaket, um unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht weiter zu gefährden", so der IV-Generalsekretär. Die Förderung von Begabten komme in der derzeitigen Diskussion zu kurz. "Es braucht auch Mut zu Eliten. Bei Pisa schnitten die besten fünf Prozent unserer Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu den besten fünf Prozent in anderen Ländern immer relativ schlecht ab."

Beyrer betonte, angesichts der neuen Vorschläge seien viele Details noch zu diskutieren. Insbesondere sei zu klären, ob sich das derzeitige Pilotmodell "Neue Mittelschule" für den flächendeckenden Einsatz eigne, oder ob das Modell im Sinne einer Qualitätsverbesserung modifiziert werden müsse. Es müsse jedenfalls alles daran gesetzt werden, dass es auf allen Seiten "bei dem zentralen Zukunftsthema Bildung nicht bei Lippenbekenntnissen bleibt", so der IV-Generalsekretär. Es sei zu begrüßen, dass die Gymnasien jedenfalls erhalten bleiben sollen. "Entscheidend ist, dass es zu keiner Nivellierung nach unten kommt", betonte Beyrer. "Ebenso ist wesentlich, dass die Umsetzung einer verbesserten Lehreraus- und -fortbildung gelingt." Unbedingt anzugehen sei darüber hinaus die Einführung der leistungsorientierten Entlohnung bei den Lehrern. Zu begrüßen sei an den ÖVP-Vorschlägen die verpflichtende Sprachförderung schon im Vorschulalter, der Ausbau der Schulautonomie, der aber Hand in Hand mit einer Entpolitisierung gehen müsse, sowie die Qualitätssicherung durch Bildungsstandards unter regelmäßiger externer Leistungsüberprüfung, sagte Beyrer.

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