SJ-Moitzi an ÖVP: Nicht auf halbem Weg stehenbleiben

Gemeinsame Schule gleich flächendeckend einführen, Sitzenbleiben abschaffen

Wien (OTS) - "Die ÖVP steuert mit ihrem Einlenken in der Bildungsdebatte mit Minischritten in Richtung 21. Jahrhundert", zeigt sich Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend, heute Freitag grundsätzlich erfreut über Andeutungen eines Kurswechsels der Volkspartei. Die SJ begrüßt vor allem die Ausweitung der neuen Mittelschule, spricht sich aber gleich für die flächendeckende gemeinsame Schule der 6- bis 14-jährigen aus. "Die viel zu frühe Trennung der Kinder in ein Klassen-Schulsystem raubt Talente und muss durchbrochen werden! Die bloße Umbenennung der Hauptschulen macht noch keine Bildungsreform aus."

Am meisten begrüßt Moitzi das Abrücken der ÖVP vom Sitzenbleiben:
"Das Sitzenbleiben abzuschaffen wäre ein bildungspolitischer Meilenstein und eine große Verbesserung für die SchülerInnen." SchülerInnen sollten bestmöglich gefördert und motiviert werden, ihren Bildungsweg fortzusetzen, anstatt wegen einzelner Fächer ganze Schuljahre wiederholen zu müssen. "Die Umsetzung des Modularsystems könnte gleich heuer beginnen", so Moitzi.

Die SJ verweist darauf, dass die Ausweitung der Neuen Mittelschule auch mehr finanziellen Spielraum bedeuten muss: "Wenn es die ÖVP ernst mir ihren Bildungsforderungen meint, muss Finanzminister Pröll jetzt mehr Geld in das Bildungssystem pumpen!" Skeptisch beurteilt Moitzi hingegen die Forderung nach Überprüfung der "mittleren Reife" mittels einer punktuellen Prüfung. "Hier droht eine neue ungerechte Zugangshürde", merkt Moitzi an.

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