Dioxin-Skandal - BZÖ-Huber: Entwarnung der weisungsgebundenen AGES für BZÖ nicht nachvollziehbar

Österreich importiert jährlich über 460.000 lebende Schweine aus Deutschland und die Bundesregierung schweigt weiter

Wien (OTS) - "Dass laut AGES nicht davon auszugehen sei, dass auch heimische Produkte mit Dioxin verunreinigt seien, ist für das BZÖ nichts anderes als eine halbherzige Entwarnung und nicht nachvollziehbar" so BZÖ-Agrarsprecher NAbg. Gerhard Huber. Österreich importiert nachweislich jährlich über 460.000 lebende Schweine aus Deutschland, Tonnen von Tierfutter und Geflügel, der Dioxin-Skandal betrifft in Deutschland bereits 11 von 16 Bundesländern und die AGES beruft sich einzig allein auf das Frühwarnsystem der Europäischen Kommission, wonach nach derzeitigem Informationsstand weder kontaminierte Lebensmittel noch Futtermittel in andere EU-Staaten oder Drittstaaten ausgeliefert wurden, außer 2 Chargen von möglicherweise kontaminierten Eiern nach Holland.

"Anstatt die AGES anzuweisen, bundesweit Stichproben von möglichem verseuchtem Schweinefleisch, Geflügel, Eiern und Tierfutterprodukten durchzuführen, verlassen sich SPÖ-Gesundheitsminister Stöger, SPÖ-Konsumentenschutzminister Hundstorfer und ÖVP-Landwirtschaft- und Lebensmittelminister Berlakovich im Gegensatz zur österreichischen Bevölkerung einzig allein auf das Frühwarnsystem der Europäischen Kommission", so Huber weiter.

Damit habe Österreich vorerst noch keinen Dioxin-Skandal, aber einen Skandal der Unverantwortlichkeit einer Bundesregierung, welcher die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher außerhalb von Wahlkampfzeiten scheinbar egal ist. "Handeln Sie, setzen Sie endlich Taten, kümmern Sie sich endlich um die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung und die Existenzen der heimischen Landwirte und veranlassen Sie endlich bundesweite Kontrollen durch die AGES von möglicherweise verseuchtem Schweinefleisch, Geflügel, Eiern und Tierfutterprodukten", fordert BZÖ-Agrarsprecher Huber von SPÖ und ÖVP.

"Das BZÖ wird auch auf parlamentarischer Ebene dafür Sorge tragen, dass die Bundesregierung, die es bis heute noch nicht der Mühe wert gefunden hat sich zu den mafiösen Methoden der deutschen Lebensmittelindustrie zu äußern, Stellung bezieht und endlich Taten setzt," verspricht Huber abschließend.

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