Öffentlicher Dienst: Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes fallen unter die Hacklerregelung

Linz (OTS) - Die von der Bundesregierung vorgenommene Verschlechterung trifft das Pflegepersonal ganz besonders.

Bisher konnte man bei 40 bzw. 45 Dienstjahren mit 55 (Frauen) bzw. 60 Jahren (Männer) ohne Abschläge in Pension gehen.

Die Erhöhung des Pensionsantrittsalters für Pflegepersonal (Frauen von 55 auf 57 Jahre, Männer von 60 auf 62 Jahre) stell eine unzumutbare Belastung dar.

Der Pflegeberuf ist einer der schwersten Berufe, die sowohl physisch, wie psychisch alles abverlangen.
Die Burn-Out-Quote ist im Pflegeberuf stark ansteigend. Der Vorsitzende der Bundesvertretung 9 - Gesundheits- und Sozialberufe in der GÖD - Johann Hable - ersucht die Bundesregierung für diese Erschwernisse des Pflegepersonals eine Sonderregelung in Kraft zu setzen.

Bei aller Diskussionsbereitschaft darf auch der permanente Einsatz des Pflegepersonal rund um die Uhr, (Sonn- und Feiertagsdienste, Wochenend-Dienste, Nachtdienste, familienfeindliche Dienstzeiten) bei einer Neubeurteilung nicht vergessen werden.

Es kann und darf nicht zugelassen werden, dass die ausgepowerten Angehörigen des Pflegedienstes im Stich gelassen werden.

Ein "Sich-hinüber-Retten" zum neuen Pensionsantrittalter mit langem Kranksein ist kein Lösungsansatz. Hable verlangt mehr Wertschätzung gegenüber dem Pflegepersonal und seinen Aufgaben sowie ein gutes Gesprächsklima mit gegenseitiger Wertschätzung auch für das Jahr 2011 - "den Menschen zuliebe".

Rückfragen & Kontakt:

Johann Hable
Vorsitzender der Bundesvertretung 9
Landesanstalten und Betriebe in der GÖD
Tel.: 0664/2435335

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