ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe verzeichnete im vergangenen Jahr 126.000 Anrufe

30.000 Mal wurde Hilfe geleistet, Club brachte 2.154 Kranke und Verletzte sowie 6.017 fahruntüchtige Kraftfahrzeuge heim

Wien (OTS) - Überfallen und ausgeraubt, von einem Pferd getreten und schwer verletzt, in einem Karussell verunglückt, mit dem Fahrzeug von einer Klippe gestürzt. 125.628 Mal läuteten im vergangenen Jahr die Telefone der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. "Am anderen Ende der Leitung sind immer Menschen, die sich in einer größeren oder kleineren Notlage befinden", erklärt Michael Tagunoff, Leiter der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe. Für insgesamt 2.154 verletzte oder erkrankte Österreicher organisierte der ÖAMTC den Heimtransport aus dem In- und Ausland: mit Linienflugzeugen (oft in Begleitung eines Arztes oder Sanitäters), mit Rettungswagen oder mit einem Lotsenfahrer im eigenen Auto. Der ÖAMTC-Ambulanzjet startete 60 Mal für die Rückholung eines Patienten aus dem Ausland.

Für tausende Menschen managte der Club die Rückreise aus dem Urlaubsort. Das wird immer dann notwendig, wenn die Rückfahrt mit dem eigenen Auto, Wohnmobil oder Motorrad aufgrund eines Fahrzeugschadens nicht mehr möglich ist. Insgesamt 6.017 fahruntüchtige Fahrzeuge wurden zurückgebracht. Mehr 30.000 Schutzbriefleistungen wurden erbracht, von der Pannenhilfe im Ausland bis zur Wildschadenvergütung von der ÖAMTC-Schutzbrief-Nothilfe.

Die meisten Anrufe kamen aus Italien, gefolgt von Kroatien, der Türkei und Spanien. "In Griechenland gab es im Vorjahr fast gar keine Fälle, was auf die Streiks und wirtschaftliche Situation des Landes in Frühjahr zurückzuführen ist", erklärt der ÖAMTC-Experte. Auffallend ist, dass im Jahr 2010 sehr viele Fahrrad- und Motorradunfälle zu verzeichnen sind. Während Fahrradunfälle oftmals in Österreich, der Schweiz und Italien vorkamen, waren Motorradunfälle auf Korsika, Sardinien und in einigen Mittelmeeranrainerstaaten häufig ein Grund für Krankenrücktransport und Fahrzeugheimholung.

In Ägypten sind Touristenfallen bei Unfall oder Erkrankung besonders gang und gäbe. Dort kooperieren Hotels mit Ärzten, örtlichen Reiseveranstaltern und Krankenhäusern. Auch Drohungen und Erpressung bis zur Abnahme des Reisepasses sind leider übliche Praxis. Der ÖAMTC rät allen Schutzbrief-Inhabern, im Ernstfall sofort bei der Schutzbrief-Nothilfe anzurufen (+43 25 120 00) und nicht gleich beim ersten Hilfsangebot dankbar zuzugreifen. "Je früher der Club involviert ist, umso effizienter geht die weitere Behandlung von statten", weiß Tagunoff aus Erfahrung.

Warum die passende Versicherung auch bei Urlaubreisen wichtig ist

Im Ausland zu erkranken, kann ganz schön teuer werden. Das zeigt der Fall einer 68-jährigen Wienerin, die auf Teneriffa wegen starker Magenschmerzen ein Spital aufsuchte - Diagnose: Magenperforation. Es mussten mehrere Notoperationen durchgeführt werden, bis die Patientin schließlich mit dem ÖAMTC-Ambulanzjet in die Heimat geflogen werden konnte. Die Gesamtkosten von 52.340 Euro (davon 26.550 Euro Krankenhaus und Behandlung, 24.790 Euro Krankenrückholung und 1.000 Euro Krankenbesuch) wurden zur Gänze vom Club übernommen, weil die Frau im Besitz eines ÖAMTC-Schutzbriefes ist.

Bei einem 17-jährigen Jugendlichen aus Niederösterreich wurde auf einer Urlaubsreise in Kanada ein Knochentumor festgestellt. Die Kosten für Krankenhaus und Behandlung (60.156 Euro) sowie den Heimtransport (46.330 Euro) übernahm ebenfalls der Club. Der Jugendliche war durch einen Weltreise-Krankenschutz, einem Zusatzprodukt zum ÖAMTC-Schutzbrief mit weltweiter Gültigkeit, versichert.

Dramatisch stellte sich der Unfall eines Oberösterreichers in Brasilien dar. Der 50-Jährige wurde beim Baden im Meer von einer Welle erfasst und im Wasser hart gegen den Sandboden geschleudert. Der Schutzbrief-Inhaber wurde in das nächste Krankenhaus gebracht, wo dann der ÖAMTC verständigt wurde. Das Krankenhaus ging von einer vollständigen Lähmung ab der Halswirbelsäule aus, weil der Patient sich nicht bewegen konnte. Da das Spital nicht für eine derartige Behandlung inklusive Notoperation ausgerüstet war, organisierte die Schutzbrief-Nothilfe eine Verlegung nach Rio de Janeiro. Dort stellte sich heraus, dass der Patient Glück im Unglück hatte. "Lediglich" ein Schulter-Trümmerbruch wurde diagnostiziert. Der Patient wurde nach organisierter Rückholung in Salzburg erfolgreich operiert.

Informationen zum Thema ÖAMTC-Schutzbrief sowie zum Weltreise-Krankenschutz findet man unter www.oeamtc.at/schutzbrief.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Eva Käßmayer
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0002