Junge Industrie zu Bildungspolitik: Bundesregierung muss aufwachen!

JI-Mitterbauer: Regierung muss zwei Jahre ohne Wahlen nützen - Bei Schule keine Nivellierung nach unten - "Spielchen" der Parteien kosten jüngeren Generationen die Zukunft

Wien (OTS) - Als "absolut ungenügend" bezeichnete die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI) Dr. Therese Mitterbauer die Bildungspolitik der Bundesregierung: "Soll dies etwa auch 2011 so weitergehen? Zwei Jahre lang stehen keine Wahlen vor der Tür, die Regierungsparteien sollten daher endlich ihren kurzsichtigen Dauerwahlkampf beenden!" Statt wie bisher nur die Schuld für das dauernde Versagen der Bildungspolitik dem jeweils anderen zuzuschieben, brauche es endlich "Handeln ohne ideologische oder parteipolitische Scheuklappen". Die Probleme seien bekannt, das Österreichische Schulsystem koste Unmengen der Output sei dennoch unterdurchschnittlich. "Wie viele desaströse Studien braucht die Politik noch, um aufzuwachen?"

So sei es inakzeptabel, dass mehr über "Etiketten" diskutiert werde, als über Inhalte: "Was auf der Schule draufsteht ist letztlich egal, das Ergebnis muss stimmen. Am wichtigsten ist aber sicher, dass es zu keiner Nivellierung nach unten kommt." Es brauche Verbesserungen bei der Lehrerausbildung ebenso wie mehr Autonomie für die Direktoren bzw. Schulen. Mehr Wettbewerb unter den Schulen um die besten Lehrer sei hier wünschenswert. Zudem müsste auch für Lehrer gelten, dass sich Leistung lohnen müsse. "Wir müssen den Lehrerberuf insgesamt aufwerten. Wir wollen schließlich alle die besten Pädagogen für unsere Kinder", betonte Mitterbauer. Derzeit rege sich Österreich über "die stursten der sturen Betonierer auf, doch will die Regierung uns ehrlich weismachen, Reformen scheitern an ein paar Ewiggestrigen?", so die JI-Bundesvorsitzende. Diese von der Bundesregierung immer wieder betriebenen "Profilierungs-Spielchen kosten uns Jüngeren unsere Zukunft".

Die beiden Regierungsparteien seien gut beraten, die kommenden zwei Jahre ohne Wahlen zu nutzen. "Als man die Legislaturperiode von vier auf fünf Jahre verlängert hatte, lautete das Argument, weniger Wahlen würden mehr Arbeit bedeuten. Jetzt kann die Politik diese These auch beweisen." Die Alternative sei eine weitere Erosion der Glaubwürdigkeit der Politik. Daran aber könne niemand Interesse haben: "Jeder zusätzliche Tag Stillstand treibt die Menschen den Populisten in die Arme. Die Politik sägt derzeit heftig am eigenen Stuhl."

Rückfragen & Kontakt:

Junge Industrie
Mag. Martin Amor
Bundesgeschäftsführer
Tel.: +43 1 71135-2309
m.amor@iv-net.at
www.jungeindustrie.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0001