Grüne Wirtschaft: Hörmann fordert WKÖ und Österreich Werbung auf, ihren Streit zu beenden.

"Statt an machtpolitischem Kleingeld auf Kosten der Mitglieder, muss an mehr Effizienz innerhalb der Österreich Werbung gearbeitet werden."

Wien (OTS) - "Der öffentlich ausgetragene Kampf zwischen Wirtschaftskammer und Österreich Werbung schadet nicht nur dem Ansehen beider Organisationen. Vor allem die heimischen Tourismus-Unternehmen leiden unter der ungeklärten Situation und ärgern sich über die unverständlichen Machtspielchen", gibt Angelika Hörmann, Landessprecherin der Grünen Wirtschaft Tirol, angesichts der öffentlichen Aufregung rund um dem WKÖ-Ausstieg aus der Österreich Werbung zu bedenken.

Für den Schritt der Wirtschaftskammer zeigt Hörmann allerdings Verständnis: "Als Beitragszahlerin hatte die WK kaum Mitbestimmungsrechte. Zudem kooperiert die
Österreich Werbung zu wenig mit Tourismus-Landesorganisationen und regionalen Tourismusverbänden. Synergien werden kaum genutzt und Strategien nicht miteinander abgesprochen. Hier müssen die Strukturen effizienter genutzt werden."

Generell fragt sich Hörmann, ob die Mittel der Österreich Werbung derzeit sinnvoll eingesetzt werden. Wie auch der Rechnungshof in seinem Bericht 2009 anmerkte, sind die touristischen Arbeitsschwerpunkte der Österreich Werbung nicht mit quantifizierbaren Zielgrößen unterlegt. Das macht eine Überprüfung der Zielerreichung nicht möglich. Angelika Hörmann fordert hier regelmäßige Evaluierungen und vor allem entsprechende Konsequenzen ein.

"Und in einem kleinen Land wie Österreich wird es doch möglich sein, dass Werbung für den heimischen Tourismus zwischen den zahlreichen Verbänden abgestimmt wird. Schließlich kosten die Österreich Werbung und all die anderen von der Österreich Werbung abgesplitterten Landesverbände, wie etwa Tirol Werbung und die regionalen Tourismusverbände, den heimischen Tourismusunternehmen und Steuerzahlern sehr viel Geld. Hier muss die Frage gestattet sein: Wie viel Nutzen zieht die heimische Tourismuswirtschaft aus dieser Kleinstrukturiertheit tatsächlich?", fragt sich Angelika Hörmann abschließend.

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