Druck auf heimische Videotheken durch Onlinevideovertriebe und illegale Tauschbörsen steigt

Stärken der Videotheken zeigen sich bei Auswahl, Qualität und Preis - Maßnahmen gegen illegale Downloads, illegales Video-Streaming und Raubkopien gefordert

Wien (OTS/PWK004) - "Österreichs Videotheken sind in den vergangenen Monaten durch legale und illegale Onlineangebote unter Druck geraten. Doch wir punkten durch unsere Stärken bei Auswahl, Qualität und Preis", so Hannes Schiefer, Vorsitzender des Fachausschusses Videotheken der Wirtschaftskammer Österreich. Leopold Homola von Videostar erklärt: "Für die heutigen Flatscreens ist das physische Medium, also DVD und Blu-Ray, die optimale Wahl. Und das können nur Videotheken bieten. Sie liefern echtes Full HD (1080p). Bei den legalen Online-Streaming-Angeboten muss sich der Kunde mit 720p zufrieden geben und das für einen höheren Preis und meistens mit einer Abo-Bindung fürs Breitband-Internet. Besonders krass wird der Qualitätsunterschied bei noch größeren Bildschirmen bzw. Projektoren sichtbar, die stark an Beliebtheit zulegen."

Größter Konkurrent der Videotheken im vergangenen Jahr waren die illegalen Tauschbörsen: Der allgemeine Trend zu Raubkopien, Filesharing und illegalen Downloads aus dem Internet nimmt weiter zu. Hier sieht Schiefer großen Handlungsbedarf: "Wenn der Filmverleih eine Zukunft haben soll, muss dieses Problem endlich in den Griff bekommen werden", fordert Schiefer Lösungen seitens der Politik. "Es wird in vielen Bereichen ein Milliardenschaden verursacht, der in manchen Teilen der Bevölkerung noch immer als Kavaliersdelikt angesehen wird", bemängelt Schiefer das oft fehlende Unrechtsbewusstsein. "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum - weder strafrechtlich noch im Bereich des Konsumentenschutzes. Warum sollte für das Urheberrecht etwas anderes gelten?", unterstreicht Schiefer.

Bezüglich legaler Onlinevideovertriebe betont Schiefer, dass diese "zwar eine starke Konkurrenz darstellen, aber der Markt grundsätzlich groß genug ist, um beiden Bereichen eine Koexistenz zu ermöglichen". Er sieht die stationären Videotheken jedoch im Vorteil.
"Ein großer Unterschied im Vergleich Online- zu stationären Videotheken ist die Verfügbarkeit des Filmstocks. Denn während die traditionelle Videothek meist über 10.000 verschiedene Titel permanent anbietet, haben Onlinevideovertriebe üblicherweise nur wenige aktuelle Filme im Verleih, die nach einigen Wochen durch andere ersetzt werden", meint auch Homola.

Neben der Vielfalt punkten die Videotheken auch beim Preis: "Hier haben die stationären Videotheken eindeutig die Nase vorn. Ein Vergleich macht sicher", so Schiefer: "in Videotheken werden die meisten Titel um circa einen Euro pro Tag verliehen. Bei Neuheiten kann es schon mal bis zu 1,50 Euro pro Tag kosten - bei Angeboten ist man jedoch bereits ab 0,50 Euro dabei. Das ist erheblich billiger als das Onlineangebot, bei dem Filme zwischen vier und zehn Euro kosten."

"Auch bei Service und Beratung liegen die Videotheken konkurrenzlos vorne", erklärt Hannes Schiefer. Fazit ist, so der Vorsitzende: "Für weniger Geld bekommt der Konsument erheblich mehr Qualität und Programm als bei der Onlinekonkurrenz". (AC)

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Fachausschuss Videothekenhandel
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E-Mail: stefan.adametz@wko.at

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