2010 flog die ÖAMTC-Flugrettung 14.816 Einsätze für Menschen in Not

Zukunft der Flugrettung in Österreich vorerst gesichert

Wien (OTS) - "Die Einsatztätigkeit der ÖAMTC-Notarzthubschrauber hat 2010 wieder zugenommen", berichtet Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. "Insgesamt flogen unsere 16 Hubschrauber 14.816 Einsätze,
das sind 886 mehr als im Jahr 2009." Bei diesen durchschnittlich über 40 Einsätzen pro Tag wurden über 12.700 Patienten versorgt. Einsatzstärkster Tag 2010 war der 1. August mit 78 Einsätzen in 15 Stunden. Die meisten Einsätze im Jahr flog "Christophorus 9" in Wien (1.770), gefolgt von "Christophorus Europa 3" (1.205) in Suben und "Christophorus 3" (1.193) in Wiener Neustadt. "Die hohe Einsatzzahl zeigt, wie wichtig die ÖAMTC-Notarzthubschrauber für die notärztliche Versorgung Österreichs sind", stellt Kraxner fest. "Denn wenn es um Leben oder Tod geht, zählt für Menschen, die intensivmedizinisch betreut werden müssen, jede Minute."

"Wesentlichste Aufgabe der ÖAMTC-Notarzthubschrauber-Crews ist es, Verletzte nach Unfällen oder Patienten mit akuten Erkrankungen notfallmedizinische Hilfe zu leisten", beschreibt Kraxner die Anforderungen. Es gibt viele Gründe, die einen Einsatz der ÖAMTC-Flugrettung notwendig machen. Am häufigsten (42,9 Prozent) wurden sie zu internistischen und neurologischen Notfällen gerufen. Unfälle in der Arbeit, im Haushalt, in der Schule oder in der Freizeit waren bei 2.321 Einsätzen der Grund für die Alarmierung des Hubschraubers. Verkehrsunfälle wiederum machten lediglich nur knapp 10 Prozent aller Einsätze aus.

Seit ihrer Gründung vor 27 Jahren flogen die Hubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung über 210.000 Einsätze. "Ohne die 48 Piloten, über 280 Notärzte und die rund 250 Flugrettungssanitäter des Roten Kreuzes, der Wiener Rettung und der Bergrettung wäre die schnelle Hilfe aus der Luft jedoch unmöglich", ist Kraxner stolz auf das Engagement der Notarzthubschrauber-Crews.

ÖAMTC und Innenministerium vereinbaren Zwischenlösung

Auch in den kommenden sechs Monaten werden die ÖAMTC-Notarzthubschrauber von den Stützpunkten in Innsbruck, Lienz, Salzburg, Linz, Klagenfurt, Graz und Niederöblarn abheben und die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft sicherstellen. Nach der Aufkündigung bestehender Verträge war ja die Zukunft der Flugrettung in fünf Bundesländern (Tirol, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich und Steiermark) völlig ungewiss und die Verunsicherung in der Bevölkerung groß.

"Das Inneministerium und der ÖAMTC haben nun gemeinsam eine Übergangslösung ausgearbeitet, die den Ländern ausreichend Zeit einräumt, um ohne Zeitdruck eigenständige und maßgeschneiderte Lösungen auszuarbeiten", berichtet Kraxner. Die bereits vielerorts auf dem Tisch liegenden Lösungsansätze sind vielfältig. Tatsache ist, dass sowohl für den ÖAMTC als auch für die Verantwortlichen in den Bundesländern weiterhin der Mensch und seine medizinisch qualitativ hochwertige Betreuung im Mittelpunkt steht. "Die Übergangslösung garantiert jetzt, dass die Menschen auch in der Zwischenzeit auf die notfallmedizinische Betreuung aus der Luft nicht verzichten müssen", freut sich der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Ralph Schüller
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001