Fehlende Perspektiven, gefährdete Balance (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 29. Dez. 2010

Klagenfurt (OTS) - Dass sich unsere Gesellschaft immer mehr zu
einem Zwei-Klassen-System wandelt, zeigt sich an vielen Indizien. Die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft sich. Eine kleine Schicht häuft einen Großteil des Vermögens an, verriet kürzlich der Sozialbericht. Ungleich verteilt sind auch andere Ressourcen, die ebenso zu einem finanziellen Ungleichgewicht führen: Die Bildungschancen. So ergab die PISA-Studie, dass der Einfluss des Sozialstatus der Eltern auf die Leistungen der Kinder gerade in Österreich hoch ist. In dieses Bild fügt sich nun eine Umfrage des Institutes "market". Demnach blicken vor allem Arbeiter mit geringer Qualifikation mit Sorge in die Zukunft. Zwei Drittel von ihnen begegnen dem neuen Jahr mit Pessimismus. Es wäre hoch an der Zeit, darin ein Warnsignal zu sehen. Wenn für eine wachsende Gruppe positive Perspektiven fehlen, gerät der Sozialstaat als Ganzes aus der Balance.

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