Silvester: Prächtiges Feuerwerk!?

Die entwicklungspolitische Hilfsorganisation Jugend Eine Welt macht auf die menschenverachtende Bedingungen und Kinderarbeit in der Feuerwerkskörper-Produktion aufmerksam.

Wien (OTS) - Auch heuer werden Raketen und Kracher wieder für
einen Jahreswechsel mit Knalleffekt sorgen. "So prächtig und pompös Feuerwerke zelebriert werden, so erschreckend sind die Hintergründe ihrer Herstellung", sagt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer des Hilfswerks Jugend Eine Welt. Die Organisation macht die KonsumentInnen auf die schrecklichen Produktionsbedingungen in der Feuerwerkskörper-Produktion aufmerksam und möchte zu mehr Achtsamkeit beim Kauf bewegen.

"Besonders erschreckend ist, dass häufig Kinder und Jugendliche in der Feuerwerksproduktion mitarbeiten", erklärt Heiserer: "Für eine Schulausbildung bleibt da natürlich keine Zeit. Hinzu kommen die schädlichen Stoffe mit denen die Heranwachsenden hantieren. Diese beeinträchtigen ihre Gesundheit oft für den Rest ihres Lebens." Wer auf sein Feuerwerk nicht verzichten möchte, sollte sich im Handel nach Feuerwerkskörpern "Made in Österreich" oder in anderen EU-Ländern erkundigen. Reinhard Heiserer: "Auch ein Jahreswechsel ohne Feuerwerk kann Spaß machen."

Indien ist, nach China der zweitgrößte Produzent von Feuerwerkskörpern weltweit. Über 90 Prozent der Produktionsstätten von Feuerwerksartikeln konzentriert sich auf die Region in und um Sikavasi. Die Arbeitsbedingungen sind prekär.

Weltweit steigt der jährliche Konsum von Feuerwerkskörpern um 10 Prozent. Doch die ArbeitnehmerInnen profitieren nicht von den wachsenden Gewinnen. Über zehn Stunden Arbeitszeit täglich, Sechs-Tage-Wochen und keine Gehaltsentschädigungen während längerer Betriebspausen in der Regenzeit sind der Normalzustand.

Mit dem Ziel, für Kinder und Jugendliche nachhaltige Perspektiven zu schaffen,setzen sich Jugend Eine Welt und ihre Partner in Indien, die Salesianer Don Boscos, für die von der Feuerwerksindustrie betroffenen Kinderarbeiter und andere marginalisierte junge Menschen in der Region um Sivakasi ein.

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