Mölzer: Belgien hatte sechs Monate EU-Vorsitz inne und niemand nahm davon Notiz

Streit zwischen Flamen und Wallonen lähmte das Land - Belgien zeigt was passiert, wenn Völker mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit in ein Korsett gesteckt werden

Wien (OTS) - In den vergangenen sechs Monaten hatte Belgien den EU-Vorsitz inne und kaum jemand habe davon Notiz genommen, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Belgien war vor allem mit der Bildung einer neuen Regierung beschäftigt, und der Streit zwischen Flamen und Wallonen hat das Land politisch handlungsunfähig gemacht", betonte Mölzer.

Daher sei es kein Wunder gewesen, so der freiheitliche EU-Mandatar, dass das EU-Polit-Establishment ein leichtes Spiel gehabt habe, um den Zentralismus innerhalb der Europäischen Union weiter voranzutreiben. "Die Krise des Euro wurde zum Anlass genommen, um Pläne für eine europäische Wirtschaftsregierung zu schmieden. Und der sogenannte ständige Rettungsschirm für den Euro ist nichts anderes als ein Anschlag auf die Nettozahler, die künftig noch tiefer in die Tasche werden greifen müssen", kritisierte Mölzer.

Dabei verwies der freiheitliche Europa-Abgeordnete darauf, dass Belgien eigentlich ein warnendes Beispiel sein müsse, was passieren kann, wenn Völker mit einer unterschiedlichen wirtschaftlichen Leistungskraft in ein Korsett gesteckt werden. "Belgien, wo die Differenzen zwischen Flamen und Wallonen offenkundig unüberbrückbar sind und wo der Gesamtstaat eine Umverteilungsmaschine von den Flamen hin zu den Wallonen ist, zeigt, was auf Europäische Union und Euro-Zone zukommen zu droht, wenn die bestehenden Irrwege weiter beschritten werden", schloss Mölzer.

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