ÖBB: "Produktionsmanagement Neu"

Einsparungen im Güterverkehr von rund 66 Mio. Euro bis 2015

Wien (OTS) - Die ÖBB optimieren das unternehmenseigene Produktionsmanagement und sparen damit in den kommenden fünf Jahren rd. 66 Mio. Euro ein. Kernpunkte dieser Effizienzoffensive betreffen die Ressourcen- und Fahrlagenplanung (rd. 38 Mio. Euro), die Bündelung von Strukturen (rd. 2,4 Mio. Euro) und eine neue Multifunktionalität im Verschub (rd. 25,6 Mio. Euro). "Mit den geplanten Maßnahmen erhöhen wir die Produktivität sowie Effizienz in der Produktion deutlich. Bisher waren beispielsweise drei Unternehmen mit mehreren Ansprechpartnern und Verantwortlichkeiten dafür zuständig, einen Güterzug auf die Schiene zu bringen. Künftig wird das aus einer Hand mit eindeutigen Zuständigkeiten abgewickelt. Das spart wertvolle Ressourcen, beseitigt Doppelgleisigkeiten und macht die Produktion der ÖBB in Zukunft kostengünstiger sowie effizienter. Dabei ist die gewohnte Qualität für die Kunden immer sichergestellt", betont ÖBB-Chef Christian Kern.
Hubsystem vereinfacht Produktion
Durch die Einführung von Primär- und Sekundärnetzen wird die gesamte Produktion in einem gemeinsamen, angebotsgesteuerten System abgebildet. Damit gehören die auf Auslastung ausgelegten Einzelwagen-oder kundengesteuerten Ganzzugsysteme der Vergangenheit an. Stattdessen sind in Zukunft mehrere Hauptknotenpunkte (Hubs) über hochfrequente Verbindungen länderübergreifend sowie mit dem lokalen und regionalen Sekundärnetz verbunden, über das die Zulieferung erfolgt. Durch diese Vereinfachung lassen sich einerseits die Ressourcen deutlich reduzieren sowie andererseits die Produktivität erhöhen.

Einsparungen durch gebündelte Strukturen
Zusätzlich führen die ÖBB die gesamtheitliche Steuerung des Produktionssystems ein. Bisher war eine hohe Anzahl an Organisationseinheiten an einem Prozessschritt beteiligt, künftig werden die Strukturen gebündelt und damit das vorhandene Potenzial voll ausgeschöpft - so werden beispielsweise die Dienststellen in regionalen Kompetenzzentren zusammengeführt. Das ermöglicht eine optimierte Disposition und erleichtert eine kurzfristige Planung.

Verschub-Mitarbeiter übernehmen mehrere Funktionen
Auch im Bereich Verschub werden Prozessschritte gebündelt - das verhindert in Zukunft Überschneidungen und Doppelgleisigkeiten. Dabei analysiert das Unternehmen jeden Standort einzeln, um die individuell passende Lösung zu erarbeiten und so Ressourcen bestmöglich zu nutzen. In diesem Zusammenhang übernehmen die Mitarbeiter mehrere Funktionen. "Durch die Zusatzfunktionen vieler Mitarbeiter entstehen neue Karrieremöglichkeiten, die auch in unserer Ausbildungsmatrix abgebildet werden", erklärt Kern abschließend.

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