FPÖ: Strache zu Al-Kaida-Todesliste: Bedrohte fühlen sich im Stich gelassen

Koptische Christen werden in ihrer Heimat Ägypten verfolgt und haben in Österreich Recht auf Schutz

Wien (OTS) - FPÖ-Obmann HC Strache fordert umgehend Maßnahmen von Innenministerin Fekter, um die 15 Menschen in Österreich, die von einer Al-Kaida-Organisation öffentlich mit dem Tod bedroht werden, wirkungsvoll zu schützen. "Laut unseren Informationen hat das Innenministerium bereits seit längerem Kenntnis von der Bedrohung, hat aber noch keinerlei Schutzmaßnahmen ergriffen", so Strache. Dies sei ein unglaublicher Skandal und ein Zeichen von Schwäche gegenüber dem internationalen islamistischen Terrorismus. Wie gefährlich die Gruppe "Islamischer Staat Irak" sei, wurde zuletzt durch den verheerenden Anschlag auf eine Kirche in Bagdad sowie durch das Attentat in der schwedischen Hauptstadt Stockholm deutlich.

"Kampf gegen Terror und Islamismus sind ein Gebot der Stunde. Es gilt, die Bürger unseres Landes zu schützen", fordert Strache und kündigt eine parlamentarische Anfrage an die Innenministerin an: "Wir wollen genau wissen, seit wann die Bedrohungslage bekannt ist und wie das Ministerium genau darauf reagiert hat", erklärt der FPÖ-Obmann.

Die koptischen Christen, zu denen sämtliche Bedrohte zählen, seien in ihrem Heimatland Ägypten bereits grauenhafter Gewalt ausgesetzt. Umso mehr gelte es, für diese verfolgten Menschen in Österreich eine sichere Zuflucht zu gewährleisten. "Das Jahr 2010 war für die Kopten in Ägypten eines der schlimmsten. Es begann mit einem Massaker am 6. Jänner, als sechs Christen vor einer Kirche erschossen wurden, und endete mit fünf Toten durch Übergriffe der Polizei Ende November", schildert Strache die Zustände in Ägypten.

Angesichts des ausufernden Hasses islamischer Extremisten gegenüber den Kopten fordert Strache auch von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich Worte der Mäßigung. In Ägypten habe die Muslimbruderschaft großen Anteil an der Radikalisierung. Diese sei auch in Österreich gut vernetzt. Strache: "Ich erwarte daher von Präsident Schakfeh, dass er sich klar und deutlich von der Christenverfolgung distanziert und auch einmal jene islamischen Staaten verurteilt, in denen Massaker und Repressalien gegen Christen nach wie vor regelmäßig vorkommen."

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