ÖSTERREICH: Fekter klar für Beibehaltung der Wehrpflicht

ÖVP-Ministerin lässt SPÖ abblitzen und ist auch gegen eine Verkürzung auf 4 Monate

Wien (OTS) - So klar wie noch kein ÖVP-Politiker vorher tritt Innenministerin Maria Fekter im ÖSTERREICH-Interview (Montagsausgabe) für eine Beibehaltung der Wehrpflicht ein: "Die Wehrpflicht ist zwar reformbedürftig, aber ich möchte sie nicht abgeschafft sehen." Die Ministerin, die eine Heeresreform mit ihrem SPÖ-Gegenüber Norbert Darabos verhandeln soll, weiter: "Der Zivildienst - also alle sozialen Arbeiten, die der Zivildienst übernimmt - wären bei einem Ende der Wehrpflicht gestorben. Eine Zwangsarbeit ist verboten. Und ich sehe nicht die vielen Freiwilligen, die das übernehmen würden. Das gesamte soziale Netz in Österreich ist auf den Zivildienst angewiesen." Man müsste "diese Tätigkeiten bezahlen. Das Geld dafür haben wir im Budget nicht". Fekter spielt den Ball in Richtung SPÖ:
"Die SPÖ muss der Bevölkerung klar sagen, dass damit das soziale Netzwerk stark leiden würde. Die Wehrpflicht als Grundlage für die Landesverteidigung und für das soziale Netz ist sehr gerechtfertigt."

Klar lehnt Fekter auch eine Verkürzung des Wehrdienstes auf vier Monate ab: "Uns sagen Experten, dass schon sechs Monate sehr kurz sind. Wenn man die vier Säulen der Wehrpflicht - Landesverteidigung, Katastrophenschutz, Auslandseinsätze, und Schutz kritischer Infrastruktur - sieht, braucht man die sechs Monate." Außerdem sieht die Innenministerin den Präsenzdienst als Integrationsmaßnahme für Zuwanderer: "Gerade für junge Männer mit Migrationshintergrund ist die Wehrpflicht eine Maßnahme, wo sie sich aktiv zu Österreich bekennen müssen. Das ist durchaus identitätsstiftend und darauf möchte ich nicht verzichten."

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