15 Jahre Gute Zeitung - "Ein ganzes Haus hängt an 1,5 Mio. Haustüren!"

Weihnachtskampagne des Integrationshauses: Das Boulevardblatt für den Guten Zweck sowie Inserate in Printmedien und wieder verwendbare Weihnachtssackerln sollen Flüchtlingen helfen.

Wien (OTS) - 15 Jahre und kein bisschen leise! Das
Integrationshaus feierte heuer sein 15-jähriges Bestehen. Kein Zufall ist es daher, dass auch die Gute Zeitung seit eineinhalb Jahrzehnten um Hilfe für die Flüchtlinge im Integrationshaus bittet. Mittlerweile hängt schon die 16. Ausgabe des Boulevardblattes für den guten Zweck an 1,5 Millionen Haustüren in halb Österreich. Menschen in Wien, Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und in der Steiermark lesen ein Blatt, das Menschen, die unverschuldet auf die schattige Seite des Lebens gefallen sind, Hilfe und Hoffnung geben soll. Ein wichtiges Ziel ist auch, eine Verbesserung der rechtlichen und sozialen Lage von Asylsuchenden als auch der in diesem Jahr wieder sehr angespannten finanziellen Situation des Integrationshauses zu erreichen.

Themenschwerpunkt dieser Ausgabe sind wieder berührende Geschichten aus dem
Alltag im Integrationshaus. Die Beiträge stammen von Martin Gantner, Sibylle Hamann, Susanne Scholl und Willi Resetarits, Christine Nöstlinger schickte ein Abendgebet. Testimonials von Bürgermeister Michael Häupl, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, der Schauspielerin Ursula Strauss, der Wetterfrontfrau Onka Takats, dem Regisseur Peter Sellars und dem Schokomacher Josef Zotter bitten um Unterstützung des Integrationshauses und appellieren für mehr Menschlichkeit und Respekt.
Das Integrationshaus bietet Flüchtlingen weit mehr als ein Dach über dem Kopf und
eine warme Mahlzeit: Mehrsprachige und professionelle Intensivbetreuung für Traumatisierte, AlleinerzieherInnen, chronisch Kranke und unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge, Hilfe beim Spracherwerb, bei der Ausbildung und der Integration in den Arbeitsmarkt sind nur einige von zahlreichen Maßnahmen, die den Menschen, die in ihrer Heimat alles verloren haben, vor allem eines geben sollen: Hoffnung auf ein neues, besseres Leben.
Heimlicher "Hauptdarsteller" der Guten Zeitung ist wie jedes Jahr ein Erlagschein,
der Spenden zugunsten des Integrationshauses sammeln soll. Und nicht zuletzt soll das Blatt auch zum 17. Wiener Flüchtlingsball am 4. März 2011 im Wiener Rathaus einladen.
Die Chefredaktion der Guten Zeitung übernahm wieder Karin Strobl, die Gestaltung betreuten Gabi Adébisi-Schuster, Nina Chladek-Danklmaier, Rainer Dempf und Gottfried Moritz. Ermöglicht wurde das Erscheinen der Zeitung wieder durch die kostenlose Verteilung durch feibra.
Die politische Botschaft der Zeitung ist, dass Österreich Asylsuchende vor Krieg, Terror und Gewalt in Schutz nimmt, anstatt sie - wie es immer öfter, immer schneller passiert - in Schubhaft zu stecken und abzuschieben. "Österreich ist durch internationale Verträge zum Flüchtlingsschutz und zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet. Das heißt aber, ein faires Asylverfahren sicher zu stellen. Die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze ist nicht gewährleistet, sie wurden durch das heuer in Kraft getretene menschenverachtende Fremdenrechtsänderungsgesetz noch weiter ausgehöhlt. Es ist höchste Zeit für einen radikalen Kurswechsel in der Asyl- und Fremdenpolitik", stellt Andrea Eraslan-Weninger, Geschäftsführerin des Integrationshauses fest.

Gleichzeitig mit der Verteilung der Guten Zeitung werden in profil, Der Standard und FALTER Inserate geschaltet (in den beiden letztgenannten Medien mit einem sehr stimmigen Cartoon von Gerhard Haderer), die um Spenden für die
Flüchtlingsbetreuung im Integrationshaus bitten und eine andere Asyl-und Fremdenpolitik fordern.

Und nicht zuletzt beteiligen sich wieder die Wiener Umweltstadträtin Ulli
Sima und BILLA mit der Aktion "Nimm ein Sackerl für Dein Packerl" an der
Weihnachtskampagne des Integrationshauses. Beim Weihnachtsmarkt am Cobenzl, in den Blumengärten Hirschstetten und in besonderen BILLA-Filialen in Wien (Info: BILLA-Hotline 02236-2320) werden wieder verwendbare Weihnachtssackerln verkauft, deren Erlös dem Integrationshaus zugute kommt..

Mit all diesen Aktionen soll die professionelle Arbeit des Integrationshauses im nächsten Jahr gesichert werden. "Etwa 20 % des Gesamtbudgets müssen mit Hilfe von privaten SpenderInnen, Unternehmenskooperationen und Veranstaltungserlösen aufgebracht werden. Für die intensive Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, AlleinerzieherInnen und traumatisierten Flüchtlingen als auch für die wichtige unabhängige Rechtsberatung für Asylsuchende braucht das Integrationshaus dringend Geld, weil das Innenministerium dafür zuwenig
übrig hat! Die Kostensätze sind seit Jahren eingefroren und bei weitem nicht mehr
kostendeckend" betont Sepp Stranig, Mitbegründer des Hauses und Herausgeber der Guten Zeitung. "Es ist so wichtig, dass den Menschen unser Aufruf ans Herz geht und dass durch viele einbezahlte Erlagscheine ein wirksamer Schutzschirm gegen Hartherzigkeit und Unmenschlichkeit gebildet wird. Jeder Euro hilft. Jeder Euro ist ein Signal für einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik!" wünscht sich Stranig.

Für Rückrufe:
Sepp Stranig
Tel.: 0699/1369 6363
PS. Das Cover der GZ 16 sowie der Haderer-Weihnachtscartoon sind als druckfähige pdfs erhältlich - bitte um RR oder SMS!

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Sepp Stranig
Tel.: 0699/1369 6363

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