Licht ins Dunkel: Schönborn verteidigt Arbeit der Klasnic-Kommission

Aufruf des Wiener Erzbischofs an die Politik, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen

Wien, 24.12.10 (KAP) Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, hat die Arbeit der Unabhängigen Opferschutzanwaltschaft unter Waltraud Klasnic verteidigt. Er sei dankbar für die "hervorragende Arbeit" der Kommission und die "vorbildliche Art und Weise des Umgangs" mit diesem schwierigen Thema, unterstrich Kardinal Schönborn im Interview mit Marie Claire Zimmermann bei der ORF-Spendenaktion "Licht ins Dunkel". Die Arbeit der Kommission habe zugleich "Maßstäbe auch für die Arbeit staatlicher Stellen" gesetzt, so der Kardinal. Er sei froh, dass man in Österreich von Seiten der Kirche rasch gehandelt habe und nicht die persönlichen Befindlichkeiten, sondern die Opfer "bewusst an erste Stelle" gestellt habe.

Kardinal Schönborn reagierte damit zugleich auf Kritik, die von Seiten der "Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt" an der Arbeit der Klasnic-Kommission laut geworden war. Nach der Präsentation der jüngsten Zahlen - insgesamt 729 Betroffene haben sich bislang an die Kommission gewendet, 1.142 Betroffene an die diözesanen Ombudsstellen - hatte die Plattform gefordert, Waltraud Klasnic möge ihre Arbeit "aus Anstand gegenüber den Betroffenen" einstellen, da sie "hoffnungslos überfordert" sei.

Im Blick auf die aktuelle gesellschaftspolitische Großwetterlage appellierte Kardinal Schönborn an die politischen Verantwortungsträger, sich stärker für den Kampf gegen die Armut einzusetzen, damit nicht jene Prognosen wahr würden, dass es der nächsten Generation schlechter gehen werde als der aktuellen.

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