Nikolaus Prinz: Ohne Ausgleichszahlungen geht es nicht!

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wer glaubt, dass eine bäuerliche Landwirtschaft, die gleichzeitig viele Leistungen wie gepflegte Landschaft, gesunde Lebensmittel und vieles mehr garantiert, ohne öffentliche Mittel möglich ist, der lebt fern der Realität. Mit diesen Worten begrüßte heute, Mittwoch, ÖVP-Abg. Nikolaus Prinz im Rahmen seines Debattenbeitrages im Plenum des Nationalrates, dass die Mittel im Bereich der Ausgleichszahlungen nicht gekürzt werden. In vielen Produktionssparten gibt es keine kostendeckenden Preise für die Bauern. "Die öffentlichen Ausgleichszahlungen sind notwendiges Einkommen für die Bauernfamilien einerseits und andererseits eine Unterstützung für niedrige Konsumentenpreise. Den Bauern wären höhere Produktpreise viel lieber. Ohne Leistungsabgeltung und Ausgleich für klimatische und strukturelle Nachteile geht es aber nicht", so Prinz.

Die öffentlichen Gelder für die Landwirtschaft werden über die AgrarmarktAustria abgewickelt. "Es gibt keine Organisation, die so viel geprüft wird wie die AMA, und das zu einem geringen Verwaltungsaufwand", lässt Prinz Kritik an der AMA nicht gelten. "Dass Kontrollen notwendig sind, steht außer Diskussion", verweist der ÖVP-Abgeordnete auf weitere Möglichkeiten der Zusammenführung von Kontrollen und einer noch effizienteren Verwaltung.

Zur Problematik jener rund 4.000 bäuerlichen Familien, die ihre öffentlichen Gelder erst im Februar 2011 statt schon vor einigen Wochen erhalten, hält Prinz fest: "Hier ist es notwendig, sich auf europäischer Ebene für Veränderungen einzusetzen. Bei gutem Willen sollte es möglich sein, Lösungen zu erreichen." Die bäuerlichen Familien haben bereits sehr viele Auflagen zu berücksichtigen. "Für die Zukunft brauchen wir Entlastungen und nicht noch mehr Auflagen in Bürokratie und Produktion", appelliert Prinz nicht nur an die Europäische Union, sondern auch an einige Parteien in Österreich, speziell an die Grünen und Teile der SPÖ, die bäuerlichen Familien mit vernünftigen Rahmenbedingungen zu unterstützen.
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