FPÖ-Neubauer: Kampusch-Anfrage an Justizministerin - Natascha auf Urlaub?

Wien (OTS) - "Im Fall Kampusch kommen immer mehr neue und ungeheuerliche Details ans Tageslicht", sagte der freiheitliche NAbg. Werner Neubauer, der sich aufgrund der jüngsten Informationen veranlasst sieht, eine Anfrage an die Justizministerin einzubringen. So habe der ehemalige Präsident des Verfassungsgerichtshofes Adamovich, auch ein persönliches Erlebnis im Fall Kampusch gehabt, das es verdient näher untersucht zu werden, so Neubauer.

So soll Adamovich im Zuge eines Sommerurlaubes in Lackenhof, in der sog. Nestelberger-Rast, von der Chefin des Hauses darüber informiert worden sein, dass Natascha Kampusch im Jahre 2004 längere Zeit zur Sommerfrische bei ihr zu Gast war, berichtet Neubauer.

Es würden sich daher folgende Fragen stellen, so Neubauer, die er gerne von der Frau Justizministerin beantwortet hätte:

Ist Dr. Adamovich diesbezüglich befragt worden?

Ist die Chefin der Nestelberger-Rast diesbezüglich befragt worden?

Ist das Gästebuch der Nestelberger-Rast diesbezüglich eingesehen worden?

Wenn ja, wurde es auch auf Aliasnamen von Natascha Kampusch überprüft?

Ist Natascha Kampusch diesbezüglich befragt worden?

Wer war der Begleiter von Natascha Kampusch bei diesem Sommerurlaub?

Ist der Geschäftspartner und Freund von Wolfgang Priklopil, Herr Ernst Holzapfel, diesbezüglich befragt worden?

Diese Fragen, so Neubauer, würden sich nahtlos in das Bild eingliedern, in dem der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes Dr. Johann Rzeszut, forderte "...die Zuverlässigkeit der Angaben (auch) der tatbetroffenen Zeugin kritisch zu hinterfragen".

So hätte Natascha Kampusch, aktenkundig, mannigfaltige Gelegenheiten gehabt, mündlich oder schriftlich auf sich aufmerksam zu machen, diese Möglichkeiten jedoch ungenützt vorübergehen lassen, wie auch Rzeszut in seinem Schreiben bemängelte. Dazu würden sommerliche und winterliche Ausflüge mit Wolfgang Priklopil mit zahlreichen, ihren eigenen Angaben zu entnehmende und teilweise auch durch Zeugenaussagen bestätigte Möglichkeiten zu Drittkontakten gegeben, so Neubauer.

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