FPÖ-Unterreiner: Im Kulturbereich müssen Prioritäten gesetzt werden

Sinnlose Förderungen streichen

Wien (OTS) - Die freiheitliche Kultursprecherin NAbg. Heidemarie Unterreiner unternahm anlässlich des bevorstehenden Budgetbeschlusses eine Analyse der österreichischen Kulturpolitik und ihre budgetäre Ausrichtung für das kommende Jahr 2011. Der Ist-Zustand sei mehr als unwürdig, zumal weder von Kanzler Faymann noch von Vizekanzler Pröll in ihren Beiträgen im Nationalrat auch nur ein Wort über Kultur zu hören gewesen sei. "Kultur ist für sie nur ein Ornament, eine Verzierung - vernachlässigbar und daher nicht erwähnenswert", bedauert Unterreiner.

"Kultur ist das Fundament der Gesellschaft, auf dem sie steht und auf dem sie baut", betont Unterreiner und gibt zu beachten, dass es "eine Pflicht ist, unseren kulturellen Reichtum der in Jahrhunderten gewachsen ist zu achten, zu erhalten und weiterzuentwickeln".

Dass es im Kulturbereich im Budget keine Kürzungen gebe, sei gut und richtig, hält Unterreiner fest. Innerhalb des Ressorts werde jedoch eine völlig falsche Gewichtung vorgenommen. Ministerin Schmied sollte sich schleunigst um die Großbaustellen Museen kümmern. "Es gibt eine akute Museumskrise, aber Schmied lässt nur ständig evaluieren, anstatt die Sache in Angriff zu nehmen. Seit Jahren wissen wir nicht, wie die Zukunft der beiden Museen Volks- und Völkerkundemuseum ausschaut. Dabei wäre es wichtig, diesen beiden Museen den Status von zwei eigenständigen Bundesmuseen einzuräumen - was sie schon einmal waren", so Unterreiner.

Ebenso lasse eine völlig falsche Subventionspolitik die abstrusesten Blüten treiben. "Nicht nur Kulturstadtrat Mailath-Pokorny, erklärt "Migrant Mainstreaming und Interkulturalität" zum Schwerpunkt der Wiener Kulturpolitik, sondern auch die Fülle von Vereinen, die durch das Ministerium gefördert werden und die sich ausschließlich mit Multi-Kulti Themen beschäftigen, und eine Parallelgesellschaft aufbauen. Das heißt, es wird der eigene Kulturraum den Zuwanderern überlassen und das Fundament unserer Gesellschaft wird untergraben. Ein Drittel der Vereine mit klingenden Namen wie "Motiv interkultureller Kulturverein Bregenz - Flucht und Asyl" oder "Cialla Africas - Festival" werden subventioniert, aber für die großen Kulturinstitutionen ist nicht genug Geld vorhanden", kritisiert die freiheitliche Kultursprecherin.

Die FPÖ habe einen Antrag im Nationalrat gestellt, wonach der Erhalt der großen österreichischen Kulturinstitutionen, Kunsthochschulen, Museen, Theater, Opernhäuser, der Denkmalschutz, Bibliotheken und traditionellen Festwochen zu gewährleisten sind. Anstatt Geld für völlig sinnlose Förderungen hinaus zu schmeißen, müssten konkrete Prioritäten gesetzt werden, schließt Unterreiner.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004