Bahnhofshalle des Wiener Westbahnhofs wieder eröffnet

Ab heute steht die denkmalgeschützte, renovierte Bahnhofshalle den Reisenden wieder zur Verfügung.

Wien (OTS) - Verkehrsministerin Doris Bures, der Vorstandsvorsitzende der ÖBB-Holding AG, Christian Kern, Bürgermeister Michael Häupl und Stadträtin Maria Vassilakou eröffneten heute im Rahmen eines Festaktes die generalüberholte Bahnhofshalle des Wiener Westbahnhofs. Symbolisiert wurde die Wiedereröffnung durch die Überreichung eines 80 cm großen Schlüssels der Bahnhofshalle an ein Kind aus dem 15. Wiener Gemeindebezirk durch ÖBB-Chef Kern.

Rundum sanierte Bahnhofshalle - erweitertes Shop-Angebot
Seit September 2008 wird der Wiener Westbahnhof unter laufendem Betrieb modernisiert und bis November 2011 zur ersten BahnhofCity Österreichs umgebaut. Mit dem heutigen Tag steht die denkmalgeschützte Bahnhofshalle nach umfangreichen Sanierungsarbeiten und erweitertem Shop-Angebot wieder den Fahrgästen der ÖBB und den Geschäftskunden zur Verfügung. Auch die Vorplätze (Europaplatz und Felberstraße), das ÖBB-Reisezentrum und die Wartebereiche wurden neu gestaltet.

"Gratulation an das Bauteam zur gelungenen Generalsanierung der Bahnhofshalle - eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass diese in knapp über zwei Jahren, unter laufendem Betrieb und unter Einhaltung aller Auflagen des Bundesdenkmalamts, bewerkstelligt werden konnte", so ÖBB-Chef Christian Kern. "Die Wiedereröffnung der Halle ist aber auch ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg in Richtung neue BahnhofCity Wien West. Und vor allem: Es werden Werte für Generationen geschaffen, es entstehen neue Stadtteile. Noch die Enkel der Schüler, die wir heute hier treffen, werden etwas davon haben. Daher bin ich überzeugt: Jeder in diesen Bahnhof investierte Euro zahlt sich aus!"

Infrastrukturministerin Doris Bures: "Ein moderner Bahnhof ist sehr viel mehr als eine Abfertigungshalle für Fahrgäste. Der neue Westbahnhof wird zu einem Mittelpunkt sowohl für die täglich erwarteten 43.000 Reisenden als auch für die Bevölkerung der angrenzenden Wiener Bezirke. Die Bahn ist das sicherste Verkehrsmittel. Und sie ist mit Abstand das umweltfreundlichste Verkehrsmittel. Mit der Modernisierung unserer Strecken und Bahnhöfe, wird sie auch das schnellste und komfortabelste."

Bürgermeister Michael Häupl: "Die BahnhofCity wertet den für Pendler wichtigen Verkehrsknotenpunkt 'Westbahnhof' deutlich auf und unterstreicht einmal mehr den hohen Stellenwert und die Qualität des öffentlichen Verkehrs in Wien. Die neue BahnhofCity macht Bahnfahren nicht nur wieder ein Stück attraktiver sondern ist auch ein gelungenes Tor zur Mariahilfer Straße. Die Investitionen, die hier getätigt wurden und werden sind ein wichtiger Impulsgeber für die Stadtentwicklung Wiens."

Stadträtin Maria Vassilakou: "Es ist schön dieses Baudenkmal wieder hergestellt und renoviert zu sehen. Das ist ein klares Bekenntnis, dass der Westbahnhof auch zukünftig eine große Rolle für den Zugverkehr in Wien spielt. Das gilt für regionalen und nationalen Zugverkehr. Vor allem gehe ich davon aus, dass im Interesse der PendlerInnen weiterhin auch Pendlerzüge über Wien Hütteldorf an den Westbahnhof angebunden werden. Kurze Wege, gute Verbindungen sind von zentraler Bedeutung für einen attraktiven öffentlichen Verkehr."

Denkmalgeschützte Architektur "wie neu" - originalgetreue Nachbildung des Terrazzo-Bodens
Der Umbau der Bahnhofshalle erfolgte in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. So wurden beispielsweise die denkmalgeschützten Natursteinplatten fachgerecht demontiert und saniert. Rund 60 % der Platten konnten komplett wieder verwendet werden. Der Rest wurde aus dem Original-Steinbruch in Adnet (Salzburg) beschafft, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten. Insgesamt wurden in Bahnhofshalle rund 3.000 m2 Naturstein verarbeitet. Rund 2.600 m2 Kunststein wurden verwendet, um den Terrazzo-Boden aus den 50er-Jahren originalgetreu nachzubilden. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurden rund 16.500 m3 Beton und 1.700 t Bewehrungsstahl verbaut sowie 80 km Kabeln verlegt.

Änderungen in der Wegeleitung
Ab heute gibt es folgende Änderungen in der Wegeleitung:
- Der Durchgang durch die gesamte Bahnhofshalle ist wieder möglich barrierefrei)
- Der ursprüngliche Zugang von den U-Bahnen U3 und U6 zur Bahnhofshalle ist wieder über Rolltreppen und Lifte möglich
- Der Flughafenbus fährt wieder vom Europaplatz ab

Ab 3. Jänner 2010 wird die provisorische Verkehrsstation geschlossen, d.h. vom Zugang U3/Gerstnerstraße gelangen die Fahrgäste nicht mehr zu den Bahnsteigen der ÖBB. Kiss&Ride-Plätze und Taxis gibt es beim Ausgang Felberstraße (Vorfeld Nord), Taxis zusätzlich auch am Europaplatz.

Fertigstellung der BahnhofCity im November 2011
Die Fertigstellung der BahnhofCity Wien West erfolgt im November 2011. Links und rechts der Bahnhofshalle werden zwei neue Gebäude errichtet: Ein Bürogebäude mit einem offenen Atrium (Ecke Äußere Mariahilfer Straße) und ein weiteres, das neben Büros auch das künftige Hotel "Motel One", beherbergen wird (Ecke Felberstraße) -Wiens erstes Low Budget Design-Hotel der 2*+ Kategorie.

Der gesamte neue Gebäudekomplex, einschließlich Bahnhofshalle, wird von der Äußeren Mariahilfer Straße bis zur Felberstraße um ein unterirdisches Geschoß ergänzt, das alle Gebäudeteile der BahnhofCity verbindet. Auf drei Ebenen stehen dann für Anrainer und Reisende auf 17.000 m2 Verkaufsfläche die Bahnhofshalle mit den ÖBB-Serviceeinrichtungen und eine Shoppingmeile mit rund 95 Geschäften und tollem Gastronomieangebot zur Verfügung.

Impuls für die Stadtentwicklung
Nicht nur Fahrgäste kommen voll auf ihre Rechnung, sondern auch Anrainer und Besucher, für die der Bahnhof die Rolle des Nahversorgers übernimmt. Die BahnhofCity Wien West wird damit wichtige Impulse für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des 15. Bezirks setzen. Die Wohn- und Lebensqualität im 15. Bezirk wird damit deutlich gesteigert, der gesamte Stadtteil wird aufgewertet.

Mit der Um- und Neugestaltung des Westbahnhofs wird die Bahnhofsoffensive fortgesetzt und einer der zentralen Verkehrsknotenpunkte Wiens auf einen modernen technischen und archi-tektonischen Stand gebracht. Die Gesamtkosten des Umbaus betragen rd. 179 Mio. Euro.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rd. 45.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von rd. 5,7 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2009 wurden von den ÖBB 453 Mio. Fahrgäste und 120,3 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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