Ein Abend der Herzlichkeit für 23 Kärntner "Evas" und einen "Adam"

LH Dörfler und LR Ragger ehrten stille Heldinnen und stillen Helden des Alltags

Klagenfurt (OTS/LPD) - Sie setzen sich aufopfernd im Verborgenen für die Gesellschaft, ihre Mitmenschen und ihre Familien ein. Seit nunmehr zwölf Jahren werden diese stillen Heldinnen des Alltags in Kärnten als "Evas" geehrt und vor den Vorhang geholt. Heute, Dienstag, zeichneten Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Soziallandesrat Christian Ragger 23 "Evas" und auch einen "Adam" im Spiegelsaal der Landesregierung aus. Für sie gab es Urkunden, Blumen und jeweils einen Scheck über 1.000 Euro. "Adam" ist der 77jährige Karl August Maier aus Villach, der seit zehn Jahren seine behinderte Gattin pflegt, drei Enkelkinder erzogen hat und auch noch unentgeltlich Leihopa ist. Eine "Eva" sind gleich elf Damen - sie leiten mit großem persönlichem Einsatz Klagenfurter Ortsgruppen des Pensionistenverbandes.

Der Landeshauptmann begann die Feierstunde mit einem Zitat aus Phil Bosmans' Buch "Zeit für ein gutes Wort": "Ein Gramm Liebe ist mehr wert als aller Luxus." Die "Evas" und der "Adam" seien in diesem Sinne außergewöhnliche Menschen, die auch für die Kultur des Miteinanders in Kärnten stehen würden. "Sie setzen ihre Lebensenergie für andere ein, daher wollen wir für sie einen Abend des Lichts und der Herzlichkeit gestalten", dankte er den Geehrten. Die 24 seien ein "Adventskalender der besonderen Verantwortung für die Mitmenschen". "Sie nehmen jemanden an der Hand, wo Systeme keine Handhabe mehr haben. Sie sind eine Kraftquelle und geben Familie", betonte Dörfler.

Ragger sagte, dass er unter den Geehrten viele Menschen sehe, die er auch schon als Sozialreferent kennengelernt habe. "Sie alle sind Botschafter der Menschlichkeit und Nächstenliebe. Was Sie tun, ist nicht selbstverständlich", dankte er.

Die Tätigkeitsbereiche der "Evas" sind vielfältig, ebenso die Schicksale und Probleme, um die sie sich kümmern. Einige sind im Altenpflege-, im Gesundheits- oder im Kinderbetreuungsbereich tätig. Viele sorgen für Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn. Ihre besondere Hilfsbereitschaft hat zum Beispiel auch Gabriele Koller aus Gmünd zur "Eva" gemacht. Auf einer Studienreise in Afrika hatte sie einen 23-Jährigen kennengelernt, der beinahe sein Bein verloren hätte. Koller startete eine Spendenaktion und ermöglichte Abdourahmane Diallo eine Behandlung in der Lymphklinik Wolfsberg. Der junge Mann aus Guinea war auch bei der "Eva"-Ehrung anwesend. Für die musikalische Umrahmung der Feier im weihnachtlich geschmückten Spiegelsaal sorgte das Herzog Quintett.
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