Amon: Schule - nicht die Organisationsform ist relevant, sondern die Inhalte

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Vor Weihnachten hegen offenbar manche eine gewisse Nostalgie für die spät-68er-Idee der Eintopfschule. Alle, die sich in der Bildungspolitik ein bisschen auskennen, werden aber bestätigen, dass die Frage der Organisationsform der Schule nicht relevant ist, sondern vielmehr jene der Inhalte. Das erklärte ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon MBA heute, Dienstag, im Plenum des Nationalrates, wo in der Budgetdebatte das Kapitel Bildung diskutiert wird.

Die Ergebnisse der PISA-Studie hätten in Österreich starke Betroffenheit ausgelöst, sagte Amon, der diese Ergebnisse allerdings relativierte: Die OECD selbst mache darauf aufmerksam, dass die Daten der Studie mit Vorbehalt veröffentlicht würden. In Österreich habe es im Umfeld der Testung noch dazu Boykottaufrufe und heftige Auseinandersetzungen zwischen Bildungsministerium und Lehrerschaft gegeben. "Der PISA-Test ist nichts anderes als eine Testung an einem Tag, bei einer Altersgruppe und in drei Fächern. Eine Systemdiskussion daraus abzuleiten, halte ich für völlig verfehlt", betonte Amon.

Ernst zu nehmen sei allerdings, dass offenbar ein Viertel der 15jährigen in Österreich nicht sinnerfassend lesen kann, sagte Amon, stellte allerdings auch die Frage nach der Ursache, die bereits im Kindergarten und in der Volksschule zu finden sei. "Ist eine verpflichtende Vorschule die Lösung? Ist die Idee für einen Kindergartenbildungsplan der richtige Ansatz?" Die Volksschule sei jedenfalls eine gemeinsame Schule aller Sechs- bis Zehnjährigen, an deren Ende dramatische Probleme stünden. "Daran sehen wir: der Inhalt ist das Problem, nicht das System."

Das Budget für das Bildungs- und Wissenschaftsressort sei ordentlich und zukunftsweisend, dankte Amon nicht nur Bildungsministerin Schmidt, sondern vor allem Finanzminister Pröll, der damit die richtigen Signale setze, "dass uns Bildung, Wissenschaft und Forschung wichtige Anliegen sind."

"Was die Schule betrifft, so steht im Regierungsprogramm deutlich, wie wir weitermachen sollten: eine Weiterentwicklung in Richtung Autonomie, mehr Verantwortung, mittleres Management, mehr Kompetenzen für Lehrer und Direktoren bei Personalfragen, Teilungszahlen etc. Das ist das Zukunftsprogramm, wie es im Arbeitsübereinkommen steht und nur der Umsetzung harrt. Beenden wir also die leidige Diskussion über die Organisationsform, sodass wir in der Bildungspolitik endlich in die Offensive kommen können", schloss Amon.
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