BZÖ-Westenthaler: Jeder zweite Pendler geht bei Pendlerpauschale leer aus!

Treibstoffpreise auf Zweijahreshoch und jetzt auch noch MÖST-Erhöhung - BZÖ beantragt echte Abgeltung der Fahrt zu Arbeit

Wien (OTS) - Der stellvertretende Klubobmann des BZÖ Abg. Peter Westenthaler forderte heute angesichts der enorm hohen Treibstoffpreise (befinden sich derzeit auf Zweijahreshoch) und der kommenden Erhöhung der MÖST durch die Regierung eine völlige Umstellung des derzeitigen Systems der Pendlerpauschale auf eine echte Abgeltung der gefahrenen Kilometer von und zum Arbeitsplatz. Künftig sollte die Pendlerpauschale in einen Fixbetrag pro Kilometer umgewandelt werden, der nicht an das Einkommen, sondern an die Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz gekoppelt ist. Damit könnten endlich alle Pendler in den Genuss der Pauschale kommen, also auch jene, die jetzt aufgrund ihrer geringen Einkommen unter der Einkommenssteuergrenze liegen und damit derzeit keine Pauschale geltend machen können.

Durch die von der Regierung beschlossene Erhöhung der Mineralölsteuer werden die ohnehin zu hohen Treibstoffpreise ein weiteres Mal erhöht, womit jeder Pendler kommendes Jahr durchschnittlich rund 400 Euro mehr für seine Fahrt zum Arbeitsplatz bezahlen müsse. "Ein echtes Schurkenstück dieser Regierung, weil es hier besonders sozial Schwächere trifft, die auf das Auto angewiesen sind wie beispielsweise Arbeiter am Land, Kleinverdiener, geringfügig Beschäftigte, Teilzeitkräfte und vor allem auch Frauen, die ohne Auto Familie und Beruf nicht vereinbaren könnten", kritisierte Westenthaler, der darauf aufmerksam machte, dass derzeit überhaupt nur jeder zweite der rund 1,8 Millionen Pendler Anspruch auf Pendlerpauschale habe.

Im Schnitt liege diese Pauschale für eben nur jeden zweiten Pendler derzeit bei rund 290 Euro, während sich die durchschnittlichen Spritkosten auf rund 1400 Euro belaufen. Dazu kommen die Kosten für Wartung, Reparaturen, Versicherungen, Steuern, Parken usw. die für Pendler das Auto zum kaum mehr finanzierbaren "Luxusbesitz" umwandeln. "Wir werden im Zuge der Budgetdebatte im Parlament kommenden Woche die Umwandlung des ungerechten, derzeitigen Systems der Pendlerpauschale in eine echte Kilometerabgeltung beantragen und massiv gegen die verrückte MÖST-Erhöhung auftreten", kündigte Westenthaler an.

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