2011 - ohne Wenn und Aber (von Daniela Gross)

Ausgabe 18. Dez. 2010

Klagenfurt (OTS) - Kärnten 2010. Vor der Souveränität des Volkes soll sich niemand fürchten. Doch, wo ist sie? Und wer hört sie? Vor allem: Wer will auf sie hören? Die FPK, so sagt sie, pocht auf die Volksbefragung als wichtigstes demokratisches Element. Übrigens es ist das selbe Kärnten, das seit Jahrzehnten um eine Lösung der Ortstafelfrage ringt, seit Jahrzehnten abfällig beäugt wird, weil es 2010 (!) noch immer nicht in der Lage ist, seine Volksgruppen so zu behandeln, wie es ihnen zusteht. Nicht aus Jux und Tollerei, nein, weil es rechtens ist, steht der Zusatz über die Ortstafeln im Verfassungsgesetz. Und das schon seit 55 Jahren - ohne das man ihm nachgekommen ist. Das ist nicht nur peinlich, das macht betroffen. Hoffentlich. Also ruft man nach der Stimme des Volkes. Dass man somit die Mehrheit über die Minderheitenfragen abstimmen lässt, weisen die Blauen zurück. Sie scheinen sich ihrer Sache sicher zu sein. Schon jetzt steht fest: Eine Seite wird sicherlich der Verlierer sein. Aber Kärnten 2011 hätte es verdient, in die Geschichte einzugehen.

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