Telekom Austria Group wächst bei Festnetzkunden dank Konvergenz und Giganetz

Telekom Austria Group präsentiert Konzernstrategie bis 2013 am Capital Market Day

Wien (OTS) - Erstmals seit 12 Jahren Kundenwachstum im Festnetz
- Renaissance des Festnetzes durch den beschleunigten Ausbau des leistungsstarken Giganetzes: 2013 bereits 55% der Bevölkerung erreichbar
- Investitionen in Breitband-Infrastruktur stärken Österreich als Wirtschaftsstandort
- Trotz widriger Marktbedingungen weiteres Kundenwachstum im Mobilfunk
- Auslandsmärkte mit weiterhin starker Performance
- Konvergenz zwischen Mobilfunk und Festnetz ist Kernelement der Strategie
- Neben Österreich nun auch in Bulgarien Konvergenzangebote
- Umsatzverluste durch Regulierung sollten durch neue Dienste kompensiert werden
- Erhöhung des Ausbildungsbudgets für MitarbeiterInnen, um qualitativ Marktführerschaft zu sichern
- Mindestdividende in Höhe von jährlich 76 Eurocent je Aktie in den Jahren 2011 und 2012 spiegelt Vertrauen in Entwicklung des operativen Geschäfts wider
- Neue Finanzstrategie erlaubt mehr Flexibilität, um Wachstumschancen zu realisieren

"Die Telekom Austria Group orientiert sich nach den Umstrukturierungen der vergangenen Monate wiederum an selektiven Wachstumschancen. Unser qualitativ hochstehendes Angebot wird von einer zunehmenden Anzahl von Kunden in Anspruch genommen, sowohl in der Mobilkommunikation als auch im Festnetz. Mit 22 Millionen Kunden in acht Ländern mit 41 Mio. Einwohnern sind wir ein führender Telekommunikationsanbieter im CEE-Raum, der gut für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet ist. Mit den von uns vorgesehenen Investitionen in den Ausbau der österreichischen Breitband-Infrastruktur, rüsten wir auch den heimischen Wirtschaftsstandort auf. Mit dem verstärkten Ausbau des Giganetzes -das leistungsstarke Breitbandnetz - führen wir das Festnetz zu einer Renaissance und erstmals seit 12 Jahren zu Kundenwachstum", so Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria Group.
"Der Konzern wird in den nächsten Jahren mehr als die meisten anderen europäischen Telekombetreiber investieren, bis zu 16% seiner Umsatzerlöse im Jahr 2013. Gleichzeitig drückt die Anhebung der Mindestdividende auf 76 Eurocent von 2011 bis 2012 und der Ausschüttungsquote auf 55% des Free Cashflow unsere Zuversicht aus, auch in den kommenden Jahren den widrigen Marktbedingungen zu trotzen, die Umsatzerlöse und die Ertragskraft der Telekom Austria Group auf hohem Niveau stabil zu halten." Mit diesen Worten resümiert Hans Tschuden, Finanzvorstand und Generaldirektor Stellvertreter der Telekom Austria Group, die Präsentation der Konzernstrategie sowie der Mittelfristplanung, die heute im Rahmen des "Capital Market Day" den internationalen Investoren und Analysten präsentiert wurde.

Konvergenz zwischen Mobilfunk und Festnetz als Kernelement der Strategie

Die Strategie der Telekom Austria Group folgt dem Ziel, der effizienteste und innovativste Telekombetreiber in den Märkten Ost-und Südosteuropas zu bleiben. Die Herausforderung wird sein, trotz heftigem Wettbewerb die Marktpositionen der Gruppe zu halten bzw. auszubauen und die nachhaltige Ertragskraft zu stärken. Die bereits jetzt spürbare Nachfrage nach konvergenten Produkten und der stark steigende Bedarf an Bandbreiten, um die exponentiell steigenden Datenmengen zu transportieren, kommen diesem Ziel entgegen. Die in Österreich bereits umgesetzte Konvergenz zwischen Mobilfunk und Festnetz, die auch auf andere Märkte ausgeweitet werden soll, ist der Schlüssel zum Erfolg und das Kernelement der Strategie. Dieser Trend sollte es der Telekom Austria Group ermöglichen, die durch strengere Regulierungsmaßnahmen verursachten Umsatz- und Ertragseinbußen zum größten Teil zu kompensieren. Bis 2013 wird durch abgesenkte Roaming-Gebühren und niedrigere Zusammenschaltungsentgelte das bereinigte EBITDA der Telekom Austria Group um rund 175 Mio. EUR negativ belastet werden. Die Telekom Austria Group ist von diesen regulatorischen Maßnahmen in zweierlei Hinsicht stärker getroffen:
Die Senkung der Zusammenschaltungsentgelte treffen zum Ersten den Konzern als Marktführer und als Betreiber der Infrastruktur stärker als andere Wettbewerber, zum Zweiten ist die Telekom Austria Group über ihre starke Marktstellung in den Tourismusländern Österreich und Kroatien mehr als andere von geringeren Roamingentgelten betroffen.

Der Branchentrend der Konvergenz zwischen Festnetz und Mobilfunk wird sich in den kommenden Jahren europaweit weiter verstärken. Die Telekom Austria Group ist mit dem jüngsten Zukauf zweier Glasfasernetzbetreiber auf dem großen Markt Bulgarien - wo sie bisher nur im Mobilfunk aktiv war - auf diesem Gebiet Vorreiter.

Erstmals seit zwölf Jahren Wachstum bei Festnetzkunden - Bestes Mobilfunknetz im deutschsprachigen Raum wird noch leistungsstärker -Hybrides Giganetz als intelligente und effiziente Kombination von Mobilfunk und Festnetz

Im österreichischen Festnetz ist es der Telekom Austria Group in den vergangenen Monaten gelungen, den Rückgang an Anschlüssen zum Stillstand zu bringen und eine relevante Trendwende einzuleiten. Dank dem nochmals beschleunigten Ausbau des Giganetzes und dem kontinuierlich stark wachsenden Bedarf nach höheren Bandbreiten wurde eine Renaissance des Festnetzes eingeleitet, die zu Kundenwachstum führen wird, ohne dem Mobilfunk Kunden zu entziehen. Bis 2013 werden bereits 55% der Österreicher im Versorgungsgebiet des Giganetzes liegen. Auch im Mobilfunk wird das A1 Netz - das beste Netz im deutschsprachigen Raum - mit neuen Technologien wie der nächsten Mobilfunkgeneration LTE und mit der Glasfaseranbindung der Mobilfunkstationen noch schneller und leistungsstärker.
Allein in Österreich werden im Rahmen der heute am Capital Market Day angekündigten Investitionsvolumen in den Jahren 2010 bis 2013 rd. 1,5 Mrd. EUR in den Ausbau der heimischen Netz-Infrastruktur, und damit auch in den Ausbau des "hybriden Giganetzes" - einer intelligenten und effizienten Kombination von Mobilfunk und Festnetz - investiert. Mit dieser Maßnahme wird gewährleistet, dass der Bedarf an Bandbreite und Übertragungskapazitäten in ausreichendem Maße und in hoher Qualität befriedigt werden kann. Auch in die Ausbildung der Mitarbeiter wird verstärkt investiert: Zur Sicherung der Qualitätsführerschaft wurde von der Telekom Austria Group eine eigene Business School gegründet, die die Mitarbeiter gemäß den Anforderungen der Hightech Branche weiterentwickeln soll. Das Ausbildungsbudget für Mitarbeiter wurde deutlich erhöht.

Gruppenausblick 2011 - Mittelfristige Gruppenziele 2012-2013

Das Management erwartet für das Jahr 2011 einen Umsatz in Höhe von bis zu 4,6 Mrd. EUR und ein bereinigtes EBITDA von bis zu 1,6 Mrd. EUR. Für Investitionen sollen bis zu 800 Mio. EUR ausgegeben werden. Der operative Free Cashflow, die wichtigste Kennzahl für die Ertragskraft der Gruppe, wird mit rund 800 Mio. EUR erwartet. Mittelfristig, in 2013, soll der jährliche Umsatz rund 4,7 Mrd. EUR betragen und die bereinigte EBITDA-Marge bei ungefähr 34% liegen. Die Investitionen werden mit bis zu 16% vom Umsatz veranschlagt, der operative Free Cashflow jährlich mit rund 800 Mio. EUR. Die Ausschüttungen an die Aktionäre sollen 55% vom Free Cashflow betragen: Weiters erhöht der Vorstand die Mindestdividende für den Zeitraum von 2011 bis 2012 von derzeit 75 Eurocent auf 76 Eurocent je Aktie.

Aktualisierung der Mittelverwendungsstrategie 2010-2013

Das Ziel der Finanzstrategie ist es, das stabile Rating der Gruppe beizubehalten und die solide Bilanzpolitik fortzusetzen. Allerdings soll die Flexibilität der Finanzierungsstruktur erhöht werden, um selektive wertschaffende Wachstumschancen wahrnehmen zu können. Der Korridor für den Verschuldungsgrad wird auf 2,0 bis 2,5 mal EBITDA erhöht. Akquisitionen werden jedoch nur dann durchgeführt, wenn sie geografisch in das Marktgebiet der Gruppe passen, der Marktposition der Gruppe mit dem Ziel, in jedem Markt unter den ersten zwei Marktteilnehmern zu sein, entsprechen, und das strategische Ziel der Konvergenz unterstützen bzw. die Ertragskraft des Unternehmens erhöhen. Für den Fall, dass sich keine externen Wachstumschancen realisieren lassen und die Verschuldung geringer als die untere Grenze des Korridors ist, sind Aktienrückkäufe vorgesehen. Ein stabiles Geschäfts- und Währungsumfeld ist weiterhin grundsätzliche Voraussetzung für Aktienrückkäufe.

Über die Telekom Austria Group:

Die an der Wiener Börse notierte Telekom Austria Group ist als führender Telekommunikationsanbieter im CEE-Raum mit rund 22 Millionen Kunden in acht Ländern tätig: in Österreich (A1 Telekom Austria, hervorgegangen aus der Fusion von Telekom Austria TA und mobilkom austria), Slowenien (Si.mobil), Kroatien (Vipnet), den Republiken Serbien (Vip mobile) und Mazedonien (Vip operator), Bulgarien (Mobiltel), Weißrussland (Velcom) sowie in Liechtenstein (mobilkom liechtenstein). Der Gesamtmarkt der acht Länder umfasst rund 41 Mio. Einwohner. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 16.500 MitarbeiterInnen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 4,8 Mrd. EUR. Das breit gefächerte Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen im Bereich Sprachtelefonie, Breitband Internet, Multimedia-Dienste, Daten- und IT-Lösungen, Wholesale sowie Payment-Lösungen.

Weitere Informationen unter http://www.telekomaustria.com

Rückfragen & Kontakt:

Telekom Austria Group, Mag. Elisabeth Mattes, Konzernsprecherin
Tel.: +43 664 66 39187, E-Mail: elisabeth.mattes@telekomaustria.com

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