Scheele zum Internationalen Tag der MigrantInnen

NÖ ist auf Zuwanderung angewiesen - wir müssen diese Vielfalt als Chance verstehen

St. Pölten, - (OTS/SPI) - Die österreichische Bevölkerung wird nicht nur älter, sie wird auch zunehmend weniger. Im Jahr 2009 stehen 76.344 Neugeborenen, 77.381 Todesfällen gegenüber. Ohne ausländischen Bevölkerungsanteil würde der Bevölkerungsstand entscheidend stärker sinken. Denn während AusländerInnen in Österreich einen Geburtenüberschuss von knapp über 8.000 Personen verzeichneten, lag der Sterbefallüberschuss bei österreichischen Staatsangehörigen bei rund 9.000 Personen.

Niederösterreich verzeichnet im Bundesländervergleich den größten Unterschied zwischen Geburten- und Sterberate. Soziallandesrätin Mag. Karin Scheele verdeutlicht die vorliegenden statistischen Daten: "Im Jahr 2009 standen 13.641 Lebendgeburten, 15.958 Todesfällen gegenüber, das ergibt ein Minus von 2.317 Personen allein in unserem Bundesland. Während 616 Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft das Land verließen, wanderten 2.926 AusländerInnen nach Niederösterreich ein. Nur so hält sich die Bevölkerungszahl in Niederösterreich stabil. Wir sind daher in einem entscheidenden Ausmaß auf Zuwanderung angewiesen. Zuwanderung, die wir auf dem Arbeitsmarkt besonders im Gesundheits- und Sozialbereich, aber auch bei Schlüsselarbeits- und Fachkräften dringend brauchen."

Der Anteil an Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft hält sich seit Ende der 1990er Jahren in etwa stabil. Etwa 11 Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung, oder 180.000 Personen, wurden im Ausland geboren. Davon stammen 27,4 Prozent aus den Nachfolgestaaten Jugoslawiens, 26,8 Prozent aus den neuen EU-Beitrittsstaaten der Jahre 2004 und 2007 und 17,4 Prozent aus den restlichen EU-Staaten. Lediglich 14 Prozent bei Personen mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft kommen aus der Türkei.

Landesrätin Karin Scheele ist sich aber auch der Konfliktpotenziale bewusst: "Um entstehende gesellschaftliche Spannungen zu verhindern, müssen wir alles daran setzen diese Menschen auch zu integrieren. Funktionierende Integration erfordert Transparenz und besonnene Koordination durch Gesetze, die den Bedürfnissen des Zuwanderungslandes entsprechen. Wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch ist mit der geplanten Einführung der Rot-Weiß-Rot-Card bereits ein Schritt in die richtige Richtung gelungen.

Im selben Atemzug fordert Scheele aber auch die österreichische Bringschuld ein: "Integration erfordert andererseits auch von uns die Adaptierung von gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für Migrantinnen und Migranten. Da geht es auch um unsere Einstellungen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, um die Schaffung eines integrationsfreundlichen Klimas, den Abbau von Stereotypen und verschiedenster Diskriminierungen. Zu diesem Zweck würde ich mir auch die Einsetzung von eigenen Integrationsbeauftragten, wie seit Sommer 2010 etwa in Herzogenburg erfolgreich umgesetzt, in allen niederösterreichischen Gemeinden mit MigrantInnen wünschen."

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