Kneifel: Meisterprüfung soll das Tor zur Universität für fachlich einschlägige Studienrichtungen ohne Berufsreifeprüfung öffnen!

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wer die Meisterprüfung erfolgreich abgeschlossen hat, soll zukünftig ohne weitere Berufsreifeprüfung an der Universität inskribieren und mit einem Studium in fachlich einschlägigen Studienrichtungen beginnen können, schlug heute, Freitag, der oberösterreichische Bundesrat und Vorsitzende der ÖVP-Bundesräte Gottfried Kneifel in der Debatte zum Mittelstandsbericht vor. "Das würde konkret heißen, dass etwa ein erfolgreicher Absolvent der Baumeister-Befähigungsprüfung die Möglichkeit bekommt, ein Studium in den Bereichen Hoch- und/oder Tiefbau zu beginnen", nennt Kneifel ein praktisches Beispiel.

Wer eine Spitzenqualifikation in einem gewerblich-handwerklichen Beruf erreicht habe, dem solle im Sinne der Durchlässigkeit des Bildungssystems damit auch die Reife für den Hochschul- und Universitätszugang zugesprochen werden. Es sei an der Zeit, die Meisterprüfung einer Maturaqualifikation für bestimmte Studienrichtungen gleichzustellen. "Diese Maßnahme wäre ein konkreter Beitrag, das Ansehen unserer Fachkräfte, Handwerker und Meister in der Gesellschaft zu steigern. Zugleich wäre dieser Schritt des Bundesgesetzgebers eine interessante Perspektive zur Bekämpfung des wegen der seit Jahren dramatisch sinkenden Geburtenrate drohenden Fachkräftemangels", so der ÖVP-Bundesrat.

"Wir müssen alles unternehmen, um die Attraktivität und das Image der handwerklichen Berufe zu verbessern, mit dem Ziel, die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes durch zusätzliche Motivation der leistungswilligen Personen nachhaltig zu sichern. Der Wegfall der Berufsreifeprüfung für Meister für fachlich einschlägige Studienrichtungen wäre ein konkreter Schritt dazu", schloss Kneifel. (Schluss)

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