FP-Rösch: Wien hat in der Gesundheitspolitik auf die Schwächsten, die Kinder und Jugendlichen vergessen

Präventionsmaßnahmen und kostenlose Therapien für Kinder gefordert

Wien (OTS/fpd) - Wieder hat die SPÖ im Bezug auf die Gesundheitspolitik auf die Schwächsten der Stadt vergessen. Die Zweiklassenmedizin für Jugendliche ist in Wien Fakt. Auch im kommenden Jahr werden wieder keine ausreichende Mittel zur Verfügung stehen, um Kindern mit Defiziten zu helfen, kritisiert heute der Gemeinderat der FPÖ-Wien, LAbg. Bernhard Rösch.

Gerade durch den finanziellen Anschlag der Bundesregierung auf die Familien, können sich viele Eltern notwendige Therapien für ihre Kinder nicht mehr leisten. Diese sind aber notwendig, um den bedürftigen Kindern das Rüstzeug für die Zukunft zu geben. Kindern mit Angststörungen, ADHS, Hyperaktivität, Sprach- oder chronischen Störungen usw. werden bis heute kaum Beachtung geschenkt. Nach der Diagnose beträgt die Wartezeit für eine Therapie oft ein ganzes Jahr. Nicht selten scheitert es dann an den Eigenbeiträgen für die Therapien, so Rösch, der auch notwendige Präventionsstrategien vermisst.

Laut diverser Studien bräuchte bereits jedes fünfte Kind Unterstützung bzw. Behandlungen. In den letzten drei Jahren stieg die Anzahl der Betroffenen lt. Hauptverband um 50%. 100.000 Kinder sind in Österreich psychisch schwer angeschlagen. Cirka 1000 Kinder warten auf eine Therapie in Ambulatorien, während weitere 1000 abgewiesen werden. Alleine Zürich hat 10 mal mehr Betten in der Kinderpsychiatrie als ganz Österreich. Ganz zu schweigen von der fehlenden Kinderhospiz, so Rösch, der weiter meint, dass zwar 7000 Rehab-Plätze für Erwachsene vorhanden sind, aber kein einziger für Kinder. Und während in Deutschland die Kindertherapien kostenlos sind, müssen bei uns viele Familien vor den hohen Kosten der privaten Einrichtungen kapitulieren, so Rösch über die unglaublichen Zustände in diesem Bereich.

Wien rangiert in einer OECD Studie und einer Europastudie von der UNICEF unter allen Teilnehmern ganz am Ende, wenn es um Jugendgesundheit geht. Spitzenwerte haben wir nur bei jugendlichen Rauchern und beim Alkoholmissbrauch. Die FPÖ-Wien fordert daher umgehend die Investition in die Prävention mit kompetenten Untersuchungen sowie kostenlose Therapien für Kinder. Das notwendige Budget für Wien wird auf 20 Millionen Euro geschätzt, damit dies für alle angeboten werden kann und so zwei Milliarden an Folgekosten erspart bleiben, so Rösch abschließend. (Schluss) hn

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