Volkshilfe fordert weiter Staatssekretariat für Integration

Präsident Weidenholzer tritt für umfassende Integrationsmaßnahmen ein

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tags der MigrantInnen bekräftigt der Präsident der Volkshilfe Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer die langjährige Forderung der Volkshilfe nach einem eigenen Staatsekretariat für Integration: "Es ist höchst an der Zeit, diese sensible Materie aus dem Innenministerium herauszulösen. Das Thema "Sicherheit" ist leider ein Codewort geworden für die ständige pauschale Kriminalisierung von AusländerInnen, das muss endlich ein Ende haben. Denn das bereitet den Boden für Ausländerfeindlichkeit und Hassprediger auf. Integration setzt aber die Bereitschaft der Aufnahmegesellschaft voraus, MigrantInnen willkommen zu heißen und ihren Beitrag für die Gesellschaft zu würdigen", sagt der Volkshilfe Präsident.

Begrüßt wird von der Volkshilfe die von der Regierung geplante Einführung der Rot-Weiß-Rot Karte. "Damit wird das starre System der Quoten endlich durch ein kriteriengeleitetes System abgelöst, und es wird endlich anerkannt, dass Österreich längst ein Einwanderungsland ist. Es braucht eine aktive Einwanderungspolitik, die für qualifizierte Einwanderungswillige Anreize schafft", so der Volkshilfe-Präsident. Was die verlangten Sprachkenntnisse von Familienangehörigen vor dem Zuzug nach Österreich betriff, wünscht sich der Volkshilfe-Präsident ein Umdenken: Die Hürden für den Spracherwerb seien zu hoch. Wer seine Familie deshalb zu Hause lassen müsse, werde es sich zwei Mal überlegen nach Österreich zu kommen. "Wenn es in Österreich ein ausreichendes Angebot an leistbaren Deutschkursen gibt, werden die Menschen die Sprache lernen", so der Volkshilfe Präsident. "Außerdem sollte auch die Kenntnis anderer Sprachen als Bereicherung wahrgenommen werden."

Positiv sei auch hervorzuheben, dass ausländische Studierende, die in Österreich ihr Studium absolviert haben, in Österreich arbeiten können, wenn sie ein adäquates Jobangebot haben.

Abschließend fordert der Volkshilfe Präsident umfassende Maßnahmen zur Integration. "Es muss Migrantinnen möglich sein, an der Gesellschaft teilzuhaben: Das geht vom Wohnungsmarkt über den Arbeitsmarkt bis zur politischen Mitbestimmung. Dazu braucht es Maßnahmen im Bildungsbereich, im Sozialbereich und am Arbeitsmarkt Und es muss auch Geld in die Hand genommen werden!"

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