FPÖ-Gartelgruber: Förderung von Kinderbetreuungseinrichten entwickelt sich zum Desaster

Gratis Kindergarten ist nur verschleierte Integrationsmaßnahme

Wien (OTS) - "Wenn Bundesminister Mitterlehner im Budgetausschuss für die Familien darauf hinweist, dass sich die Länder den Großteil der Bundesförderungen für Kinderbetreuungseinrichtungen nicht abholen, dann sagt sie uns nur die halbe Wahrheit. Sie verschweigt, dass die Gemeinden finanziell gar nicht in der Lage sind, die nötigen Einrichtungen bereitzustellen", verweist die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber auf die großen Probleme der Kommunen.

"Natürlich ist es traurig, dass Tirol im Jahr 2008 beispielsweise nur zwei Prozent der verfügbaren Mittel in Anspruch genommen hat. Das zeigt aber doch, dass hier etwas falsch läuft", erklärt Gartelgruber. Deswegen sei es wichtig die Vorgehensweise bei der Förderung zu überdenken. "Wenn 2011 die Förderungen für ein Jahr ausgesetzt werden, wäre es ein guter Zeitpunkt für die Bundesregierung, die Art dieser Fördermaßnahmen zu überdenken. Solange es im Sinne der Familien und der Kinder ist, werden wir Freiheitlichen uns sehr gerne konstruktiv an dieser Diskussion beteiligen", fordert Gartelgruber eine Neuordnung der Fördermaßnahmen in diesem Bereich.

"Einen weiteren wichtigen Punkt verschweigen die Mitglieder der Bundesregierung ebenso. Bei dem verpflichtenden Kindergartenjahr handelt es sich um eine versteckte Integrationsmaßnahme", meint Gartelgruber. Bei den einheimischen Familien sei es bereits jetzt üblich, die Kinder in den Kindergarten zu schicken. Migrantenfamilien hätten von dieser Möglichkeit bisher in wesentlich geringerem Ausmaß Gebrauch gemacht. "Viele Probleme werden jetzt einfach von den Volksschulen in die Kindergärten verlagert. Diese sind aber gar nicht in der Lage, diese Probleme zu bewältigen", ist Gartelgruber überzeugt.

"Auch hier zeigt sich wieder die völlige Planlosigkeit der Regierung in den Bereichen Familie, Bildung und Integration", schließt Gartelgruber.

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