ÖAMTC-Erfolg: Spritpreisverordnung wird verlängert und klarer formuliert

Täglicher Zeitpunkt für Preisfestsetzung sollte aber noch vorverlegt werden

Wien (OTS) - "Ohne Transparenz gibt es keinen fairen Wettbewerb, sondern lediglich Geschäftemacherei auf dem Rücken der Konsumenten", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau und begrüßt deshalb den Entwurf zur Verlängerung der sogenannten Spritpreisverordnung. Damit wird auch weiterhin unterbunden, dass an Tankstellen die Preise innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden mehrmals erhöht werden können, wie das vor Juli 2009 zum Leidwesen der Konsumenten der Fall war. Preissenkungen dürfen hingegen jederzeit vorgenommen werden.

Wie vom ÖAMTC seit langem gefordert, soll nun auch der Zeitpunkt der einmal täglich erlaubten Preiserhöhung vereinheitlicht werden. "Bisher war dieser ja je nach Station unterschiedlich", erklärt Brandau. "Bei rund um die Uhr geöffneten Tankstellen um Null Uhr, bei Automatentankstellen um 8.30 Uhr und bei allen anderen bei Betriebsbeginn." Der künftig einheitliche Zeitpunkt soll den Wettbewerb anregen, da ein Orientieren an den Mitbewerbern "nach oben hin" nicht mehr möglich ist. Denn die Preise anderer Tankstellen sind zum Zeitpunkt der eigenen Preisfestsetzung noch nicht bekannt.

"Der im Verordnungsentwurf vorgeschlagene Zeitpunkt von 12 Uhr sollte allerdings vorverlegt werden", erklärt Brandau. Derzeit zeigt die Praxis, dass Tankstellenbetreiber ihre Preise zu Betriebsbeginn höher ansetzen, um diese über den Tag hinweg senken zu können. Diese 'Taktik' bestätigt auch ein Preischeck, den der ÖAMTC Anfang des Monats an elf Wiener Tankstellen durchgeführt hat. Im Beobachtungszeitraum 8.45 bis 15.15 Uhr senkten acht der elf Tankstellen zumindest einen Kraftstoffpreis. Die Dieselpreise wurden an diesen Tankstellen im Schnitt um 1,7 Cent und die Superbenzinpreise um 1,4 Cent reduziert. Eine Tankstelle, die am Tagesbeginn zu den teuersten zählte, senkte über den Tag hinweg den Dieselpreis sogar um 5,5 Cent und den Superbenzinpreis um 7,5 Cent und wurde damit am Nachmittag zu einer der günstigsten Stationen. "Bei 12 Uhr als Festsetzungszeitpunkt ist jedoch zu befürchten, dass die Preissenkungen untertags in Summe weitaus weniger ausmachen werden", hält die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin fest. "Daher wäre ein früherer Zeitpunkt, z. B. 9 Uhr, klar im Sinne der Konsumenten."

Der Entwurf sieht eine Befristung der Verordnung bis 31. Dezember 2013 vor. Die Praxis wird zeigen, ob die Maßnahmen greifen. "Und das gehört diesmal nach einer angemessenen Zeitspanne ehest möglich durch eine neutrale Institution evaluiert", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Um die Transparenz am Kraftstoffmarkt weiter zu erhöhen und um die Vorteile der Spritpreisverordnung tatsächlich nutzen zu können, müssen die Preise aber auch vergleichbar sein. "Daher ist eine einheitliche Reihenfolge bei der Preisauszeichnung der nächste logische Schritt", fordert Brandau. "Gleichzeitig könnte man sich dann auch endlich der dritten Kommastelle annehmen." Aus Sicht des ÖAMTC sollte diese, wenn schon nicht ganz wegfallen, so doch zumindest in gleicher Schriftgröße wie die anderen angeführt sein.

Ein Preisvergleich im Internet oder via Handy zahlt sich für die Autofahrer immer aus. Unter www.oeamtc.at/sprit stehen die aktuellen Preisinformationen übersichtlich geordnet jederzeit zur Verfügung. Für Autofahrer unterwegs liefert der ÖAMTC-Spritpreis-Feed die günstigsten Tankstellen jederzeit aufs Handy. Er ist auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/feeds anforderbar. Außerdem gibt es für das iPhone eine kostenlose Sprit-Applikation: Details und Downloadmöglichkeiten unter www.oeamtc.at/iphone.

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