ÖH bietet Finanzminister Rollentausch mit Studierendem an

Pröll hat die prekäre Situation von Studierenden immer noch nicht begriffen

Wien (OTS) - Mit großem Unverständnis reagiert die ÖH Bundesvertretung auf die erneuten patzigen Aussagen von Finanzminister Pröll. "Herr Pröll, offenbar haben Sie es immer noch nicht begriffen - über 60 Prozent aller Studierenden arbeiten durchschnittlich 20 h pro Woche - während des Semesters und der Ferien, bereits jetzt, trotz Familienbeihilfe und trotz allfälliger Stipendien", erklärt Thomas Wallerberger zum gefühlt 100sten Mal. "Und weil der Herr Pröll immer nur von den 25- und 26-Jährigen spricht - die Familienbeihilfe ist ab dem 24. Geburtstag weg", so Wallerberger weiter.

"Da der Finanzminister sich offenbar nicht mehr erinnern kann wie es ist, äußerst prekär zu leben, bieten wir ihm gerne einen Rollentausch an", sagt Sigrid Maurer vom ÖH-Vorsitzteam. "Die Selbsterfahrung, unter der Armutsgrenze zu leben, 40 Stunden für die Hochschule und weitere 20 Stunden fürs Überleben zu arbeiten wird dem Finanzminister gut tun", ist sich Maurer sicher.

"Offensichtlich ist die österreichische Politik völlig abgehoben und beschäftigt sich nicht mit den Lebensrealitäten der Bevölkerung, die sie eigentlich vertreten sollte", sagt Mirijam Müller, ÖH-Generalsekretärin. "Die Regierungsspitze missachtet leichtfertig die Kritik der Studierenden, der Familienorganisationen, der Gewerkschaften sowie des WIFO - diese Ignoranz wird Folgen haben", so Müller abschließend.

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