Mölzer: Kandidatenstatus für Montenegro darf keinen Beitrittsautomatismus auslösen

Bis zur Erlangung der EU-Beitrittsreife hat Montenegro noch einen langen Weg vor sich - Im Gegensatz zur Türkei ist Montenegro kulturhistorisch ein Teil Europas

Wien (OTS) - Wenn heute beim EU-Gipfel in Brüssel Montenegro der Status eines Beitrittskandidaten verliehen wird, dann dürfe dies zu keinem wie auch immer gearteten Beitrittsautomatismus führen, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Vielmehr ist aus den Erfahrungen mit Rumänien und Bulgarien zu lernen, die völlig überhastet und unvorbereitet in die Europäische Union aufgenommen wurden. Diese Fehler dürfen sich nicht wiederholen", so Mölzer weiter.

Dabei verwies der freiheitliche EU-Mandatar auf den Umstand, daß Montenegro noch einen weiten Weg bis zur Erlangung seiner Beitrittsreife vor sich habe. "Korruption und organisiertes Verbrechen müssen energischer als bisher bekämpft werden, und im Justizwesen sind weitere Reformanstrengungen dringend nötig. Zudem besteht in der Wirtschaft Aufholbedarf", betonte Mölzer.

Weiters merkte der freiheitliche Europa-Abgeordnete an, daß Montenegro eine sogenannte europäische Perspektive habe. "Montenegro ist - im Gegensatz zur Türkei - ein christlich-europäisches Land. Daher sollte Montenegro, wie auch die übrigen Staaten des sogenannten Westbalkans, seinen Platz in der Europäischen Union finden, wenn seine Beitrittsreife ohne jeden Zweifel feststeht. Hingegen sind die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, die weder geographisch noch kulturhistorisch ein Teil Europas ist, unverzüglich abzubrechen", forderte Mölzer abschließend.

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