Gewerkschaftsforderungen für den Sozialbereich unfinanzierbar

Verhandlungen für den BAGS Kollektivvertrag 2011 unterbrochen

Wien (OTS) - "Der Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen
muss für die Organisationen in der Sozialwirtschaft finanzierbar sein. Vor dem Hintergrund der Einsparungsmaßnahmen bei den öffentlichen Haushalten ist die Forderung der Gewerkschaft auf eine Erhöhung von mehr als 4 % daher völlig unrealistisch. Die ArbeitgeberInnenseite hat eine Abgeltung in Höhe des öffentlichen Dienstes angeboten, wobei für die unteren Einkommen das Angebot bereits in Richtung Inflationsrate nachgebessert wurde. Die Gewerkschaften haben sich hingegen nicht bewegt.", fasst Wolfgang Gruber, Verhandlungsführer und Vorstandsvorsitzender der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) die Ergebnisse der ersten Verhandlungsrunde zusammen.

Die BAGS bedauert als ArbeitgeberInnenvertretung, dass die Verhandlungen zu keinem positiven Abschluss gebracht werden konnten. Wie bereits in den letzten Jahren liegen auch in diesem Jahr die Forderungen der Verhandlungsparteien weit auseinander. Die ArbeitgeberInnen der Sozialwirtschaft werden aber weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, die unterbrochenen Verhandlungen im Sinne eines gemeinsamen und konstruktiven Ergebnisses rasch fortzusetzen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 12. Jänner 2011 geplant.

Die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) wurde im Bestreben, gleiche Arbeitsbedingungen für gleiche Tätigkeiten in ein und derselben Branche zu schaffen, im Februar 1997 mit freiwilliger Mitgliedschaft gegründet. Sie verhandelte in der Folge mit den Fachgewerkschaften GPA-djp und vida einen bundesweiten Kollektivvertrag für den gesamten Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit, der Kinderbetreuung und Jugendwohlfahrt sowie der Arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen. Mit der Satzung des BAGS Kollektivertrages unterliegen mehr als 80.000 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen diesem Kollektivvertrag.

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Gesundheits- & Sozialberufe (BAGS)
Mag.a Maria Lenglachner
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