Neues Biomasseheizwerk versorgt Gemeinde St. Andrä-Wördern

Siemens setzt bei niederösterreichischem Pionier-Projekt auf Biomasse-Contracting

Wien (OTS) - St. Andrä-Wördern hat ein neues Biomassseheizwerk, das von Siemens Building Technologies (BT) errichtet wurde. Die feierliche Eröffnung fand am 17. Dezember mit Alfred Stachelberger, Bürgermeister der Gemeinde St. Andrä-Wördern, Kurt Hofstädter, Vorstand der Siemens AG Österreich, Sektor Industrie, Peter Engert, Sprecher der Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing, Building-Technologies-Chef Josef Stadlinger, Martin Schober, Maschinenring und Josef Kolarz-Lakenbacher, Direktor von Siemens Niederösterreich statt. Beim Bau waren die Erschließung neuer Energiequellen und die Senkung des Energieverbrauchs zentrale Anforderungen. Das Biomasseheizwerk überzeugt durch einen hohen Wirkungsgrad und kompakte Bauweise bei einer vergleichsweise niedrigen Investitionssumme. Die Finanzierung und die finanztechnische Abwicklung liegt in den Händen von Raiffeisen Leasing.

Bei der Eröffnung diskutierten Alfred Stachelberger, Bürgermeister von St. Andrä-Wördern, Kurt Hofstädter, Vorstand der Siemens AG Österreich, Sektor Industrie, Josef Kolarz-Lakenbacher, Direktor von Siemens Niederösterreich, Peter Engert, Sprecher der Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing und Martin Schober, Maschinenring Niederösterreich-Wien über die besonderen Anforderungen an das Biomasseheizwerk. "Das Heizwerk ist ein Pionierprojekt für die ganze Region. Ich hoffe, dass wir mit unseren maßgeschneiderten Innovationen viele Gemeinden in Österreich und Osteuropa überzeugen können. Das Projekt punktet mit einem hohen Wirkungsgrad, es ist umweltfreundlich und passt durch seine kompakte Bauweise hervorragend ins Ortsbild", betont Siemens-Vorstand Kurt Hofstädter.

Peter Engert, Sprecher der Geschäftsführung der Raiffeisen-Leasing ergänzt: "In der Raiffeisen-Leasing beschäftigen wir uns schon lange mit dem Thema der erneuerbaren Energien. Die Palette reicht von Projekten im Bereich der Windkraft über Biomasse- sowie Photovoltaikanlagen bis hin zur Wasserkraft. Für das Biomasseheizwerk in St. Andrä-Wördern übernehmen Raiffeisen-Leasing und Siemens AG Österreich die Errichtung und Betriebsführung für die Marktgemeinde. Zusätzlich wurden Energieeinsparungspotenziale in den angeschlossenen Gebäuden geprüft und durch die Gemeinde umgesetzt. Im Rahmen dieses Projekts zeichnet die Raiffeisen-Leasing für die Finanzierung so wie die finanztechnische Abwicklung verantwortlich."

Extrem hoher Wirkungsgrad durch umfassende Sanierungsstrategien

"Um den Energieverbrauch bereits im Vorfeld zu senken wurden als erster Schritt Gebäude energiefit gemacht, die vom Biomasseheizwerk bedient werden sollen" erklärt Josef Kolarz-Lakenbacher, Siemens-Direktor Niederösterreich. Dazu zählen das Feuerwehrhaus, der Kindergarten, die Volksschule, die Alte Volksschule und die Hauptschule. Durch die Kombination der Maßnahmen auf Gebäudeseite und der Modernisierung der Haustechnik konnte der Energieverbrauch so weit als möglich reduziert werden. Der dadurch niedrigere Bedarf an Heizmaterial wurde anschließend berechnet und als Grundlage für den Bau des Biomasseheizwerkes herangezogen. "Durch diese Maßnahmen konnte beim Biomasseheizwerk ein extrem hoher Wirkungsgrad erzielt werden" weiß Bernd Stampfl, Leiter Vertrieb Energieeffizienz, Building Technologies der Siemens AG Österreich.

Biomasse-Contracting: Sicherheit für die Gemeinde und lokale Wertschöpfung

Der Brennstoffbedarf wird durch erneuerbare Energieträger von lokalen Lieferanten gedeckt. Brennmaterial für das Biomasseheizwerk ist Waldhackgut, das von lokalen Landwirten bezogen wird. Dadurch bleibt die Gemeinde unabhängig von der Preisentwicklung auf den Märkten. Gleichzeitig wird so auch die lokale Wertschöpfung gesteigert.

Im unterirdischen Lagerraum finden 200 Schüttraummeter (srm) Brennmaterial (Waldhackgut) Platz, der Jahresbedarf des Heizwerkes beträgt rund 900 srm. Die Kesselleistung (Fabrikat Herz) beträgt 600 kW. Der Heizwasserpuffer fasst 15.000 Liter, die Fernwärmeleitung hat eine Länge von rund 500 m. Der Kamin hat eine Höhe von 18 m. Das Investitionsvolumen beträgt rund 800.000 Euro und wird sich im Laufe von 20 Jahren amortisieren.

Siemens garantiert eine Energieeinsparung von 20 Prozent in den versorgten Gebäuden. Zusätzlich sichert Siemens der Gemeinde über die Vertragslaufzeit von 20 Jahren kostenfreie Wartungen und Ersatzinvestitionen zu.

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Veronika Gasser
Pressesprecherin Industrie
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