• 16.12.2010, 20:27:25
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Die Kuh ist nicht so heilig, wie man glaubt (von Daniela Gross)

Ausgabe 17. Dez. 2010

Klagenfurt (OTS) - Bah, wenn Brüssel mit seinem Geld nicht
auskommt - Pech gehabt. Kommentare wie diese begleiten die Pläne
einer EU-Steuer seit Anbeginn der Diskussion. Die böse EU, die ihre
Mitglieder melken will - den EU-Gegnern kommt der Vorschlag wie
gerufen, um wieder einmal Anti-EU- Stimmung zu machen. Hinter der
Idee verbirgt sich aber auch die Harmonisierung der Steuerpolitik,
der heiligen Kuh in Europa. Jedes Land kocht sein eigenes Süppchen.
Doch so verschieden sind sie gar nicht: Fast überall werden die
Körperschaftssteuern niedrig gehalten, um Unternehmen anzulocken. 13
der 27 Mitglieder haben die Mehrwertsteuer erhöht. Weil die Krise
Löcher in ihre Budgets gerissen hat, sollen die lieben Konsumenten
sanieren. Und sie alle haben noch etwas gemein: Die Vermögenden
werden da wie dort mit Samthandschuhen angefasst. Also: Europa hat
mehr gemein als ihm vielleicht lieb ist.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
mailto:[email protected]

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