• 15.12.2010, 20:31:50
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Ein gefährlicher "Gewohnheitseffekt" (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 16. Dez. 2010

Klagenfurt (OTS) - Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst - fast
hat diese Nachricht schon einen "Gewohnheitseffekt". Es scheint mehr
oder weniger stillschweigend hingenommen zu werden, dass eine kleine
Minderheit sich einen Großteil des Vermögens untereinander aufteilt.
Wer sich dagegen wehrt, allen voran Vertreter von NGOs, wird gern ins
"Sozialromantiker"-Eck verwiesen. Begriffe wie Umverteilung in den
Mund zu nehmen, ist nicht mehr en vogue. Stattdessen trauen sich
Manager heute ganz unverblümt, exorbitante Gagen zu verteidigen, ohne
auf eine Welle der Empörung und Fassungslosigkeit zu stoßen. Es hat
sich eine lethargische Haltung eingeschlichen, mit der das
offensichtliche Ungleichgewicht quasi "naturgegeben" akzeptiert wird.
Diese gefährliche Positionierung spiegelt sich auch in der
Mutlosigkeit der Politik, dem Vormarsch der Vermögenden ernst zu
nehmende Schranken entgegenzusetzen. Wann sich der so gezüchtete
soziale Konflikt entlädt, ist eine Frage der Zeit.

Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
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Tel.: 0463/5866-502
mailto:redaktion@ktz.at

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