ÖGB-PensionistInnen gegen geplante Pensionskürzungen

Rund 110.000 von Wegfall des Alleinverdienerabsetzbetrages betroffen

Wien (OTS/ÖGB) - "Wenn der Finanzminister weiter hart bleibt
werden 2011 mehr als 110.000 PensionistInnen trotz Pensionsanpassung weniger Pension ausbezahlt bekommen", kritisiert der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Werner Thum, beim heutigen ÖGB-BundespensionistInnen-Vorstand. Die ÖGB-PensionistInnen sprachen sich in der Diskussion mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer für die Schaffung eines Pflegefonds aus.++++

Wer bisher eine Pension von 1.200 Euro brutto bezieht, sollte 2011 eigentlich eine Pension von 1.214.40 Euro bekommen. Aber nur, wenn Finanzminister Pröll sich doch noch umstimmen lässt. Andernfalls werde es statt einer Pensionserhöhung 21,65 Euro Netto weniger im Monat geben. Der Grund: Nach derzeitiger Budgetplanung wird der Alleinverdienerabsetzbetrag für alle Pensionen über 1.155 Euro Brutto wegfallen. Thum: "Es geht hier um Menschen, die alles andere als eine Riesenpension beziehen. Da machen rund 20 Euro im Monat schon einiges aus."

Volle Unterstützung für seine Pläne eines Pflegefonds hat Sozialminister Hundstorfer erhalten. Thum: "Eine sinnvolle Maßnahme, die der demografischen Entwicklung Rechnung trägt. Ich hoffe, dass der Fonds nun rasch auf die Beine gestellt wird." Die Länder forderten die ÖGB-PensionistInnen auf, die zusätzlichen Steuermittel, die die Länder nun aus dem Bundesbudget bekommen, für die Ausbildung des Personals im Sozialbereich einzusetzen.(ff)

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